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| 13:25 Uhr

Vor der Sondersitzung im Gemeinderat
Die Gemeinde Schleife soll zu ihrem Minus stehen

 Wofür soll Schleife Geld ausgeben und wo soll die Kommune sparen? Das ist sozusagen die Frage der Stunde. Der Haushalt wartet auf eine Entscheidung.
Wofür soll Schleife Geld ausgeben und wo soll die Kommune sparen? Das ist sozusagen die Frage der Stunde. Der Haushalt wartet auf eine Entscheidung. FOTO: dpa / Jens Büttner
Schleife . Der Beschluss über den Haushaltsplan ist Thema einer Sondersitzung. Doch wo soll gespart werden? Von Regina Weiß

Wie geht die Gemeinde Schleife mit dem Defizit in ihrem Haushaltsplan 2019 um? An dieser Frage scheinen sich die Geister zu scheiden. Fakt ist, der Haushalt soll in einer Sondersitzung am 12. März beschlossen werden . Er ist der einzige Tagesordnungspunkt an diesem Abend ab 18 Uhr im Saal des Sorbischen Kulturzentrums Schleife.

Mehrere Sitzungen haben die Schleifer Räte bereits für ihr Zahlenwerk aufgewendet. Doch scheinbar nicht mit dem entsprechenden Erfolg, lässt Bürgermeister Reinhard Bork (parteilos) durchblicken. So sind keine Vorschläge zur Konsolidierung gekommen. Die Situation sollte allen zu denken geben, lässt Bork die Runde noch einmal wissen.

„Dass ein Defizit drin steht, das ist doch nicht unsere Schuld“, erklärt Gemeinderat Ingo Herschmann (WV Lok Schleife) die derzeitige Finanzmisere der Kommune. Es sei so, dass der Etat kontrovers diskutiert worden sei. Doch laut Herschmann war man sich einig, zum Minus zu stehen. Schließlich sei der Kommune ja auch Hilfe versprochen worden. „Von der wir jedenfalls nichts merken“, so Herschmann weiter.

Der Bürgermeister hält dagegen, dass Finanzministerium und Kreisverwaltung durchaus gewillt seien, Schleife zu helfen. Doch dann müsse wiederum die Gemeinde gewillt sein, etwas einzusparen. „Und das kann ich nicht erkennen“, so Bork. Wie bereits bei der Diskussion um den Beschluss zum Nichtverkauf des alten Bauhofes in Schleife wiederholt Reinhard Bork, dass ein „Weiter so!“ bei den Ausgaben zu höheren Belastungen für die Bürger führen werde. „Das ist mit mir nicht zu machen“, kündigt der Gemeindechef schon mal an.