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Schleife geht finanziell in Vorleistung

Über die vakuumpneumatische Pumpstation werden schon Abwässer entsorgt. Schleife soll weiter zentral erschlossen werden.
Über die vakuumpneumatische Pumpstation werden schon Abwässer entsorgt. Schleife soll weiter zentral erschlossen werden. FOTO: ni
Schleife. Nicht nur die künftigen Umsiedlungsstandorte in Schleife sollen eine zentrale Abwasserentsorgung erhalten. Den Schleifern ist es gelungen, das auch für den Alt-Ort Schleife mit Vattenfall auszuhandeln. ni

Um die Planung dafür voranzutreiben, geht die Gemeinde nun in Vorkasse. Das hat der Gemeinderat am Dienstagabend entschieden. 47 000 Euro werden dafür innerhalb des kommunalen Haushaltes umgeschichtet. Für das Bergbauunternehmen haben die Umsiedlungsstandorte oberste Priorität, betonte der Leiter des Amtes für Planen und Bauen, Steffen Seidlich. Für die Gemeinde sei es aber genauso wichtig, dass die Grundstücke im Gebiet Jahnstraße/Glückauf-Siedlung einschließlich Containerkläranlage und Hoyerswerdaer Straße sowie Lindenweg sukzessiv ans zentrale Netz kommen, unterstrich Seidlich. "Wenn wir nicht anfangen, gibt es zeitliche Probleme." Die sieht die Gemeinde, weil der Weg der zentralen Erschließung der neuen Wohnstandorte durch den Ortskern führe und das einfach genutzt werden müsse. Über eine vakuumpneumatische Pumpstation am Lindenweg und eine rund 6,4 Kilometer lange Druckrohrleitung nach Weißwasser wird seit vergangenem Frühjahr das Abwasser aus dem Mehrgenerations-Wohnkomplex sowie vom Sozialen Zentrum zentral entsorgt. Bürgermeister Reinhard Bork (parteilos) kündigte am Dienstag auf Nachfrage von Einwohnern eine Satzung an, die die Gebühren sämtlicher am zentralen Netz angeschlossenen Grundstücke festschreibt. "Die Belastungen sollen für den Einzelnen nicht höher sein als bei einer eigenen Bio-Kläranlage", so Bork. Schleife habe das verhandelt und werde auch Wege finden, um es umzusetzen.