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Schlechte Waldwege bleiben Problem

Glückwünsche von Wehrleiter Jürgen Enax (r.) und Bürgermeister Rüdiger Mönch (2.v.r.) für Sprechfunker Enrico Kluth und Rocco Schulz, Monika Budo für 40 Jahre Treue. Henry Hauck (l.) wurde Feuerwehrmann und Sebastian Otto Löschmeister.
Glückwünsche von Wehrleiter Jürgen Enax (r.) und Bürgermeister Rüdiger Mönch (2.v.r.) für Sprechfunker Enrico Kluth und Rocco Schulz, Monika Budo für 40 Jahre Treue. Henry Hauck (l.) wurde Feuerwehrmann und Sebastian Otto Löschmeister. FOTO: Martina Arlt/mat1
Krauschwitz. 14 Einsätze stehen für das Jahr 2016 bei der Ortswehr Krauschwitz-West zu Buche. Gerufen wurden die Kameraden zu Wohnungs-, Waldbrand, Sturmschäden und Verkehrsunfällen. Martina Arlt / mat1

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Krauschwitz-West unter Leitung von Jürgen Enax stellen sich jedes Jahr neuen Anforderungen. Denn keiner weiß, zu welchen Einsätzen sie gerufen werden.

2016 wurden die Kameraden zu 14 Einsätzen gerufen. Das waren insgesamt 129 Stunden, berichtete Enax Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung und rief die Einsätze mit Fotos ins Gedächtnis. Die Floriansjünger wurden zu Wohnungsbrand, Waldbrand, Sturmschäden, Verkehrsunfällen alarmiert. Aber auch fünf Fehlalarme, die am häufigsten im Krankenhaus Weißwasser ausgelöst wurden, riefen sie auf den Plan.

Nach wie vor sei der Zustand der Waldwege in ihrem Einsatzgebiet problematisch und sorge die Kameraden sehr. "Es gibt nach wie vor nicht erreichbare Waldgebiete. Die Instandsetzung der Waldwege soll zugesichert sein, aber es ändert sich nichts", so der 62-jährige Enax.

Im Jahr 2016 führten die Kameraden acht Dienste in Theorie und 14 mit praktischen Übungen durch. 588 Stunden leisteten die Kameraden dabei. Zur Wehr in Krauschwitz-West gehören 17 aktive Kameraden, 15 in der Alters- und Ehrenabteilung sowie vier in der Jugendfeuerwehr. Auch das bereitet Ortswehrleiter Sorgen. "Das ist im operativen Bereich eine ziemlich dünne Personaldecke. Nimmt man dazu noch die Altersstruktur, dann sieht es für die Zukunft noch schlechter aus." Erfreulicher sei, dass jetzt zwei neue Mitstreiter gewonnen wurden mit Enrico Kluth und Rocco Schulz. Mit Löschtechnik ist Krauschwitz-West recht gut ausgestattet. Nur ein Mannschaftstransportwagen (MTW) fehlt. Der alte musste im Sommer ausgesondert werden, da er nicht mehr verkehrssicher war. Die Kameraden hoffen auf eine baldige Lösung, dann für die Gemeindewehr.

Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) und die Gemeindeverwaltung seien bemüht, die Belange der Kameraden nach Möglichkeit zu unterstützen. Er lobte die Arbeit der Kameraden und sagte: "Wir sind froh, dass es Euch gibt". Jürgen Enax zeigte sich etwas verärgert über das Thema Uniformen. Denn in ganz Sachsen sollen wieder neue Uniformen angeschafft werden. Das würde wieder Unsummen kosten und sei nach seiner Meinung nicht notwendig. Dieses Geld könnte wohl wirklich sinnvoller eingesetzt werden, so der erfahrene Feuerwehrmann.

In Krauschwitz-West habe die Kameradschaft einen hohen Stellenwert. Neben Ausbildungen und Einsätzen trifft man sich an einem Tag im Mai zum geselligen Nachmittag. Auch ein Feuerwehrausflug steht jedes Jahr auf dem Plan. 2017 laden die Floriansjünger wieder am letzten August-Sonntag zu einem Tag der offenen Tür ein. Krauschwitz-West pflegt auch eine gute Zusammenarbeit mit Vereinen und anderen Institutionen in der Gemeinde. Im Februar soll eine neue Ortswehrleitung gewählt werden, kündigte Jürgen Enax an. Er kandidiere nicht. Enax war Ortswehrleiter von 1992 bis 2006 und dann stellte er sich noch einmal 2015 zur Verfügung.