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Schlachtfest auf dem Njepila-Hof in Rohne zieht rund 400 Gäste an

Bärbel Haberkorn, Lydia Noack und Annemarie Paulo (v.l.n.r.) hatten am Samstag zum Schlachtfest alle Hände voll zu tun. Foto: Martina Arlt/mat1
Bärbel Haberkorn, Lydia Noack und Annemarie Paulo (v.l.n.r.) hatten am Samstag zum Schlachtfest alle Hände voll zu tun. Foto: Martina Arlt/mat1 FOTO: Martina Arlt/mat1
Rohne. Wie früher in den Dörfern Schlachtfest gefeiert wurde, das haben am Samstag die Besucher in lebendiger Form auf dem Njepila-Hof in Rohne erlebt. Zum elften Mal luden die Vereinsmitglieder des Njepila-Hofes unter der Leitung von Manfred Nickel und Dieter Reddo zum Schlachtfest ein, das gleichzeitig die ersten Veranstaltung im neuen Jahr war. Martina Arlt/mat1

Unterstützt wurden sie dabei von den Kantorki, dem Dorfklub und -theater, tschechischen Freunden und weiteren Helfern.

Aus 500 Kilogramm frisch geschlachtetem Fleisch wurden Grütz-, Semmelleber-, Leberwurst und Wellfleisch verarbeitet. Diesen Part übernahm gern der gelernte Fleischer und Vereinsmitglied Dieter Reddo. "Besonders die Grützwurst wird gern gekauft, sie wird bei uns noch richtig aus Buchweizengrütze hergestellt."

Die 72-jährige Dietlind Hoffmann gehörte zu den Besuchern am Samstag: "Wir haben heute einfach einmal Appetit auf Schlachteplatte und so machten wir uns auf den Weg nach Rohne. Der Geschmack ist natürlich noch etwas besser als vom Metzger. Wir werden Grützwurst und Wellfleisch mitnehmen", sagte die Weißwasseranerin. "Mit dieser Veranstaltung haben wir schon das Interesse der Bürger geweckt. Doch irgendwo stoßen wir an unsere Grenzen", so Manfred Nickel. Denn bereits ein halbes Jahr im Vorfeld werde mit der Organisation begonnen.

"Ich hole heute für meinen Mann Semmelleberwurst und Wellfleisch, er isst gern Schlachteplatte. Was die Vereinsmitglieder in ihrer Freizeit hier auf dem Njepila-Hof mit ihren Veranstaltungen auf die Beine stellen, ist schon toll", sagte Besucherin Regina Kowalick aus Mühlrose. Rund 400 Gäste machten sich am Samstag auf den Weg zum Njepila-Hof, brachten gleich Schüsseln und Töpfe mit. Besonders zur Mittagszeit füllten sich die langen Tische im Vereinsraum, und die Gäste ließen sich die Schlachteplatte schmecken. "Ein Tschipaty, übersetzt ein weißer Schnaps, gehört immer dazu", so Dieter Reddo lächelnd. Auf jeden Fall dürfen sich die Freunde der Schlachtspezialitäten im Januar 2013 auf eine Neuauflage auf dem Njepila-Hof in Rohne freuen.

Am 13. und 14. Februar laden die Rohner wieder zum Federnschleißen ein. Am 17. Februar führen die Vereinsmitglieder ihre "hoklapnica" durch, die Jahreshauptversammlung. "Dann wird sozusagen der Fahrplan für die nächsten Highlights im Verein abgesteckt", sagt Dieter Reddo.