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| 18:08 Uhr

Tipp fürs Wochenende
Gewagte Schanzensprünge ins lauwarme Wasser

Gaudi-Schanzenspringen in Skerbersdorf, hier mit der Olsenbande.
Gaudi-Schanzenspringen in Skerbersdorf, hier mit der Olsenbande. FOTO: Alexander Mader
Traditioneller Gaudi-Wettbewerb lockt am Sonnabend nach Skerbersdorf. Bewerbungen noch am Tage drin.

Zum elften Mal findet im Skerbersdorfer Freizeitzentrum das Gaudi-Schanzenspringen statt. Die Party beginnt mit Ponyreiten und Hüpfburg für die Kleinen, das eigentliche Springen startet um 17 Uhr, informiert Mitorganisatorin Antje Fedtke.

„Wir haben bereits zwölf Anmeldungen, darunter die Hälfte von unserem Verein Freizeit-Zentrum Skerbersdorf“, rechnet Fedtke vor. Kurzentschlossene können sich noch bis Sonnabend, 16 Uhr, vor Ort anmelden. Neu ist, dass jedes Teilnehmerteam einen Getränkegutschein über 20 Euro erhält.

Die Weite spielt beim Gaudi-Schanzenspringen indes nur eine untergeordnete Rolle. „Viel wichtiger sind die Gefährte, die Kostüme, die Musik und die Show“, erklärt Antje Fedtke. Der eigenen Kreativität seien keine Grenzen gesetzt. In den  vorigen Jahren rasten unter anderem Biene Maja, Donald Trump und diverse Märchenfiguren die mehrere Meter hohe Schanze hinunter. Wer allerdings in welchem Outfit erscheint, ist bis kurz vor dem Start geheim. Schließlich solle beim Publikum die Spannung gesteigert werden.

Übrigens: Die Schanze besteht aus einem Baugerüst mit zahlreichen Holzplatten. Ziel der Springer ist das Becken des Schwimmbades mit derzeit lauwarmem Wasser. „Unsere letzte Messung hat 27 Grad Celsiu sergeben“, macht Antje Fedkte potenziellen Teilnehmern Mut.

Begonnen hatte das Gaudi-Springen mit einem Diebstahl. „Die Idee dafür stammt nämlich aus Halbendorf“, erinnert sich die Protagonistin. Der Wettbewerb fand damals zum Neptunfest am Halbendorfer See statt. Später zog das Gaudi-Schanzenspringen gänzlich vom See ins Neißedorf. „Die Halbendorfer haben uns dabei tatkräftig unterstützt“, erinnert sich Antje Fedkte. Nicht zuletzt gab es in früheren Jahrzehnten im Neißetal bei Skerbersdorf tatsächlich eine richtige Sprungschanze. Noch heute sind Reste in der Landschaft, unterhalb der Schutzhütte am Oder-Neiße-Radweg, erkennbar.

Eine Jury wird auch in diesem Jahr den Gewinner bestimmen. Das Gremium setzt sich aus den Zuschauern zusammen. Beurteilt werde der Gesamteindruck des jeweiligen Teilnehmers. Der Sieger könne einen Pokal mit nach Hause nehmen.

Der Abend werde von der Münchener Musikgruppe „Bauch, Beine, Po“ gekrönt. Dazu darf getanzt werden. Das Feuerwerk muss jedoch aufgrund der hohen Waldbrandgefahr ausfallen.

Auf einen kleinen Wermutstropfen müssen sich die Besucher außerdem einstellen. Aufgrund der Straßenbaustellen zwischen Weißkeißel und Sagar sowie an der Sagarar Brücke am Museum ist die Anreise nicht ganz einfach. Die Organisatoren empfehlen, über Krauschwitz nach Skerbersdorf zu kommen. In Sagar kann der Brückenengpass über die Straße an der Schule umfahren werden.


Gaudi-Schanzenspringen
Sonnabend, 18. August, ab 15 Uhr
Skerbersdorf, Freizeitzentrum

(trt)