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| 19:49 Uhr

Lausitzer Seenland
Saugwürmer im Bärwalder See nachgewiesen

Im  Bärwalder See suchen die Sachsen in diesem Hitzesommer nach Abkühlung. Jetzt drohen juckende Pusteln. 
Im  Bärwalder See suchen die Sachsen in diesem Hitzesommer nach Abkühlung. Jetzt drohen juckende Pusteln.  FOTO: dpa / Oliver Killig
Boxberg/Görlitz. Gesundheitsamt des Landkreises Görlitz bestätigt Zerkarien im Badegewässer. Juckende Pusteln drohen.

  Im Bärwalder See sind Saugwürmer (Zerkarien) aufgetaucht. Das teilt das Gesundheitsamt des Kreises Görlitz mit. Demnach sind bislang zwei  Fälle von Badedermatitis gemeldet worden. Bei langanhaltenden Schönwetterperioden und Wassertemperaturen von mehr als 20 Grad Celsius könne dies bei Badenden in Naturbadegewässern auftreten.

 Die Erreger dieser ungefährlichen, jedoch eher unangenehmen Hautreaktion sind Saugwürmer. Sie können sich nur dort entwickeln, wo genügend Wasserschnecken (Zwischenwirte) und Wasservögel (Endwirte) vorkommen. Aufgrund des komplizierten Entwicklungszyklus sind eine Vorhersage oder Messung eines gehäuften Zerkarienbefalls unmöglich. Ein vermehrtes Auftreten falle im Gewässer erst auf, wenn bereits Badedermatitis auftrete. Nachdem die Zerkarien in der Haut abgestorben sind, kann es zu allergischen Hautreaktionen kommen. Diese äußern sich durch Quaddel- oder Bläschenbildung mit heftigem Juckreiz. Die Anzeichen ähneln Mückenstichen. Die Symptome bleiben drei bis vier Tage bestehen und sollten nach etwa zehn Tagen abgeklungen sein. Ein Verschlucken der Zerkarien führt nicht zu einer Erkrankung, auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt. Die Wasserqualität des Badegewässers bleibt dadurch unbeeinträchtigt.

Vorbeugend  sollen Bereiche mit Wasserpflanzenbewuchs und das Flachwasser gemieden werden.

(kw)