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| 15:35 Uhr

Polizei
Sattelzug kommt von Straße ab und kippt auf Feld um

Großschweidnitz. Statt der erlaubten 60 fuhr der Lkw mit 104 km/h bergab. Trotzdem ist die Unfallursache unklar.

Auf der Staatsstraße 148 unweit von Großschweidnitz (Landkreis Görlitz) ein Sattelzug von der Fahrbahn abgekommen und neben der Straße auf einem Feld auf die Beifahrerseite gekippt. Der 54-jährige Fernfahrer blieb unverletzt, wie die Polizei am Dienstag informiert.

In einer ersten Befragung gab der Fernfahrer an, einem unbekannten Fahrzeug ausgewichen zu sein, welches im Gegenverkehr überholt habe. Dabei habe er die Kontrolle über sein leicht beladenes Gespann verloren. „Die Polizei hat derzeit keinen Grund, an den Schilderungen des Mannes zu zweifeln“, so Sprecher Thomas Knaup.

Eine genaue Untersuchung brachte aber auch andere ungünstige Faktoren ans Licht, die möglicherweise Unfallursachen sein könnten. So war der Sattelzug viel zu schnell auf der bergabführenden, engen Staatsstraße unterwegs gewesen. Statt der erlaubten 60 km/h zeigte ein Ausdruck des digitalen Kontrollgerätes, dass der Laster mit 104 Stundenkilometern unterwegs gewesen war. Gleichzeitig blies ein böiger Wind auf die Fahrerseite des Lkw, der mit voller Wucht auf die breite Plane des lediglich mit rund acht Tonnen Dämmmaterial beladenen Aufliegers gewirkt haben könnte. Auch diese Umstände können dazu geführt haben, dass der Fernfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor.

Um die Ursache des Unfalls genau zu klären, ermittelt die Polizei zum Verdacht einer Unfallflucht gegen unbekannt. Gleichzeitig kommt ein Bußgeldverfahren auf den verunfallten Lkw-Fahrer wegen der Geschwindigkeitsüberschreitung zu.

Zur Bergung des Sattelzuges rückte am Montagabend ein Unternehmen an, dass das Gespann aufrichtete und anschließend abschleppte. Während der Bergung blieb die Staatsstraße für einige Stunden voll gesperrt. Der Sach- und Flurschaden beläuft sich auf etwa 20 000 Euro.

(red/dh)