Denn Fördergelder stünden aus den Mitteln für das Sanierungsgebiet nicht mehr zur Verfügung. Es bestehe die Absicht, von den Eigentümern gezahlte Ausgleichsbeträge für die Wertsteigerung ihrer Häuser in dem gesamten Wohngebiet für den Straßenbau einzusetzen. Für beide Straßen werde das Geld vermutlich nicht reichen, räumte Böse ein. Die Wolfgangstraße habe Vorrang, wenn es um den grundhaften Ausbau geht. Da jedoch nach Information der Stadtwerke der Bedarf, die unterirdische Wirtschaft in Ordnung zu bringen, erheblich sei, sollte der Straßenbau für 2015 das Ziel sein. "Das habe ich persönlich den Anliegern auch schon gesagt", berichtete Böse. Daher sollte für beide Straßen in diesem Jahr die Vorplanung beauftragt und verwirklicht werden. Nur so könne herausgefunden werden, was das Vorhaben tatsächlich kostet. Mit dieser Information reagierte Thomas Böse auf Anfragen von Anwohner in vorherigen Ratssitzungen.

In der folgenden Sitzung des Finanzausschusses nach der Ratssitzung gab es eine zusätzliche Information. Diese bezog sich auf den katastrophalen Zustand des Gehweges an der Straße An der Hopfenblüte. Denn nicht nur die Fahrbahnen sind hinüber, sondern auch die Gehwege. Der An der Hopfenblüte könnte möglicherweise noch in diesem Jahr repariert werden, hieß es.

Insgesamt haben in dem Wohngebiet von der Karl-Marx-Straße bis zur Straße der Einheit/Gartenstraße und so weiter 160 Hauseigentümer Ausgleichsbeträge zwischen 52 Cent und 2,68 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche zu zahlen. Seit 1992 wurden in dem 17 Hektar großen Quartier 9,5 Millionen Euro Fördermittel eingesetzt. Drei Millionen Euro steuerte die Stadt bei, 20 Millionen Euro Privateigentümer.