Im Rietschener Ortsteil Hammerstadt ist der einstige Jugendclub im Ortskern den Anwohnern eine Herzensangelegenheit. Nachdem der einstige Club die Pforten schloss, stand das Gebäude über Jahre leer. Richtig Bewegung für eine neue Nutzung ist kurz vor der Bürgermeisterwahl in Rietschen reingekommen. Damals nämlich hat ein Investor das Gebäude für eine Nutzung erwerben wollen. Die Einwohner stemmten sich dagegen und die Gemeinde wie auch der Investor machten einen Rückzieher.
Inzwischen hat der Verein „Am Neuen Schöps“ eine Nutzung der Gemeinde vorgeschlagen. Allerdings, so erklärt vor einigen Monaten bereits Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos), müssten für eine Nutzung verschiedene Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt werden. War zunächst von einer Nutzung als „Kaltlager“ die Rede, soll nun eine energetische Sanierung erfolgen.

Hortanbau wird stattdessen nicht realisiert

Rund 160 000 Euro nämlich hatte die Gemeinde Anfang 2020 beantragt, um einen Hortanbau im Ortsteil Daubitz zu realisieren. Allerdings würden einerseits die Mittel nicht ausreichen und andererseits derzeit nicht genügend Kinder den Hort nutzen, wie die Rundschau erfährt. Deshalb hatte man sich im Rat nach zäher Debatte dafür entschieden, die Mittel für die Sanierung des Gebäudes in Hammerstadt zu nutzen. Sonst nämlich hätte man die Mittel zurückgeben müssen.
Während der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses der Gemeinde ist nun das Planungsbüro Ussath aus Krauschwitz, für das Gemeinderat Robert Meier (WiR) arbeitet, mit den Planungen beauftragt worden. Einstimmig hat der Ausschuss für rund 23 000 Euro die Planung vergeben. „Es war das einzige Büro, was an der Ausschreibung teilgenommen hat“, berichtet Tom Ludwig vom Bauamt der Gemeinde.