In Kromlau gehört die Rakotzbrücke zu den Besuchermagneten. Derzeit haben sich Mitarbeiter der Steinmetz- und Steinbildhauerei Schubert aus Dresden ans Werk gemacht, die Brücke zu sanieren.

Dabei, so erklären die Mitarbeiter vor Ort, ist jede Menge Fingerspitzengefühl gefragt. Denn das Problem ist, dass die Brücke viele kleine Öffnungen zwischen den Basaltsteinen aufweist, sodass Feuchtigkeit und Nässe eindringen können. Das kann gerade dann zu Schwierigkeiten führen, wenn im Winter Frost und Minusgrade das eingeschlossen Wasser zum Ausdehnen bringen.
Lose Basaltsteine müssen deshalb neu gelegt und eingesetzt werden. Alte Fugen müssen von Hand gereinigt, zur Not auch mit dem Sandstrahler bearbeitet werden, damit auch alte Pflanzenreste aus den Einkerbungen entfernt werden.
Die Arbeit sei sehr mühevoll, aber in der Konsequenz sehr effektiv, um das Bauwerk auch für die nächsten Jahrzehnte standsicher zu machen, erklärt Johanne Borweg, die im zweiten Lehrjahr bei der Dresdener Firma ihre Ausbildung absolviert.
Die Brücke ist für die Dauer der Arbeiten mit einem Traggerüst abgesichert. Das steht schon seit Oktober des vergangenen Jahres. Der große Plan der Gemeinde und der ausführenden Firmen: Bis zum nächsten Frühjahr soll die Erneuerung des gesamten Ensembles fertig sein. Für die Sanierung im Park und vom Rakotz-Ensemble hat Gablenz 4,2 Millionen Euro vom Bund und vom Freistaat Sachsen erhalten. Die Einweihung ist für 2021 geplant.