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| 14:42 Uhr

Kommunales
Sanierung der Grundschule Sagar ist harte Nuss

Blick auf die Grundschule in Sagar: Die Garage soll dem Neubau weichen.
Blick auf die Grundschule in Sagar: Die Garage soll dem Neubau weichen. FOTO: Regina Weiß
Krauschwitz. Planungsleistungen stehen nun bei der Ratssitzung in einer Woche erneut auf dem Programm. Von Regina Weiß

Eigentlich sollte der Krauschwitzer Gemeinderat am Dienstagabend gleich einen ganzen Schwung an Planungsleistungen für die Grundschule Sagar beschließen. Konkret ging es um Gebäudeplanung und Brandschutz, Tragewerksplanung, Heizung und Elektrik. Doch daraus wurde nichts. Nicht etwa, weil den Räten die Auftragnehmer oder die Summen nicht genehm waren, sondern weil der Rat nicht beschlussfähig war. Ferien und Erkältungs-Hochzeit hatten im Gremium Spuren hinterlassen. Letztlich fehlte es an einer Stimme.

Nun soll die Sitzung mit derselben Tagesordnung am 1. März um 18 Uhr nachgeholt werden, wie die Gemeindeverwaltung am Mittwoch mitgeteilt hat. Denn Zeit hat sie nicht wirklich, was das Sanierungsprojekt betrifft. Schon einmal habe die Kommune die Fördermittelbindung verlängert und damit das Geld sozusagen ins Jahr 2018 geschoben. Eine Ausnahme für Krauschwitz und ob das noch einmal möglich sein wird, hält Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) auf RUNDSCHAU-Nachfrage derzeit für fraglich. Also lautet die Devise: Unbedingt 2018 bauen.

Das allein ist schon eine Herausforderung. Aber auch im Kostenrahmen zu bleiben, gehört dazu, wie Kämmerin Maren Helbig in einer kurzen Information erläuterte. Rund 960 000 Euro sind der Rahmen. Davon gibt es 710 000 Euro aus dem Fördertopf Vitale Dorfkerne. Damit soll die Schule nicht nur brandschutztechnisch ertüchtigt werden, eine neue Heizung und Elektroleitungen erhalten, sondern es muss auch Geld in die Verbesserung des Umfeldes fließen. So sollen unter anderem der Fahrradständer zur Bushaltestelle versetzt werden und auch die Außenanlagen profitieren. Maren Helbig sprach diesbezüglich von einer harten Nuss.

Augenscheinlichste Veränderung wird der Abriss der Garagen an der Giebelseite sein. Dorthin kommt auf zwei Etagen ein Anbau, der zwei neue Klassenräume mit zusammen 90 Quadratmetern schafft. Zudem könnte ein Anbau im Hof entstehen. Es wäre ein neuer Haupteingang mit zweitem Fluchtweg und Garderobe. Doch das ist der Entwurf, Details müssen nun die Planer auch in Gesprächen mit der Schulleitung klären.

In dieses Projekt wird auch das Unterstützungsgeld aus der Nachbargemeinde Weißkeißel fließen, zu dem sich der Rat verpflichtet hatte. Bis dato sind noch keine Zahlungen erfolgt.