Von Steffen Bistrosch

Bei angenehmen Frühlingstemperaturen haben die Lausitzer Füchse am vergangenen Freitag den VIP Bereich kurzerhand nach draußen verlegt. Der Fuchsbau hat die Türen geöffnet und schon ist die Saisonabschlussparty für die Fans mit der nahezu kompletten Mannschaft und reichlich Freibier im Gange. Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach erinnert an das über weite Strecken gezeigte begeisternde Powerhockey mit vielen Highlights.

Zufrieden konstatiert er die Entwicklung der vielen jungen Spieler. Trotz des Ausscheidens gegen Kaufbeuren habe sich das kleine Weißwasser als gute Adresse in Eishockeydeutschland bewährt. Sein Dank gilt allen, die auf vielfältigste Art und Weise einen Anteil am Erfolg der Mannschaft hatten. Im kommenden Jahr sollen Leistungsträger gehalten, die Kooperation mit den Eisbären weitergeführt und junge Spieler entwickelt werden. Nur gemeinsam sei man stark, appelliert er an die anwesenden Fans, Sponsoren und die Mannschaft.

Rohrbach nimmt anschließend die Auszeichnung für den „Fuchs der Saison“ vor. Diesmal gibt es zwei Gewinner: „Einzelsieger“ wird „Eigengewächs“ Philipp Kuschel und danach erhält das gesamte Team die verdiente Auszeichnung. Für den zum Verteidiger „umgeschulten“ Kuschel ist es eine „Megaehre“, hier vorn stehen zu dürfen. Dieses Projekt soll noch nicht am Ende sein – Rohrbach gibt unter dem Beifall der Anwesenden die Verlängerung seines Vertrages bekannt.

Ein ebenfalls bestens gelaunter Co-Trainer Chris Straube findet, die Saison sei wirklich gut gelaufen. „Für das Trainerteam hat von Anfang an das Ziel bestanden, um die Meisterschaft mitspielen zu wollen und nicht gegen den Abstieg oder um einen Preplayoff-Platz“, sagt er ganz selbstbewusst. Zum Ende sei leider Verletzungspech hinzugekommen, damit habe wahrscheinlich das entscheidende Stückchen gefehlt, um ganz nach vorn zu kommen.

Die Jungs der Fangruppierung „Collabo“ genießen das Freibier nach einer, wie sie meinen, „besonderen, spielerisch vielleicht sogar der besten Saison überhaupt.“ Sie loben die mannschaftliche Geschlossenheit, das Tempo, die Breite des Kaders, das konsequente Spiel mit vier Reihen. Sie sagen, bei Auswärtsspielen herrschte ein ganz anderer Hype, allein die Gewissheit, mithalten zu können, anstatt immer nur gegen den Abstieg zu spielen. Die Angst, unter den Strich zu rutschen, „gab`s nie“. Und klar, meinen die Jungs um Schimmy und Karl, das Ende sei dann zu früh gekommen. Gerne hätten sie das Team weiter unterstützt. Dennoch sind sie absolut zufrieden. „Wir sind Weißwasser, wie immer“, sagt einer der Fans. „Und wir werden nochmal Meister“.

Daniel Rogenz, Fan und Dauerkarteninhaber der ersten Stunde, ist hochzufrieden. Mit dem Abend, mit der Saison, mit der Mannschaft. Klar hätte er heute gern gegen Dresden gespielt, es hat eben nicht sollen sein. Wichtig sei vor allem, dass der Trainer bliebe. Zufrieden sind auch die Weißkeißeler Kerstin und Wilfried Hänel, Kleinsponsoren, Fans und Dauerkartenbesitzer seit vielen Jahren. Sie loben die Mannschaft und das Management um Dirk Rohrbach. Die Zusammenarbeit mit ihm laufe ganz prima, sie fühlen sich endlich ernst genommen und wertgeschätzt. Sie bereuen keinen Euro, den sie für den tollen Sport aufwenden.

Indessen verkündet Rohrbach unter dem Jubel der Fans, dass am 4. Januar 2020 das nächste Wintergame stattfinden wird. Wo? In Dresden, im „Dynamo“ Stadion. Und die Lausitzer Füchse sind dabei! Haben die Füchse da nicht noch eine Rechnung offen? Richtig!