"Wir sind sehr zufrieden mit der Eröffnung der Saison", erklärt Egbert Feuerriegel vom Förderverein Museum Sagar. "Und unsere selbstgebackenen Kartoffelpuffer waren trotz oder gerade wegen der Kälte der absolute Renner in diesem Jahr."

Neben Zinngießen, Töpfern, vielen Informationen rund um die Rohstoffe der Region und deren Weiterverarbeitung konnten die Museumsgäste auch selbst Ostereier mit verschiedenen Techniken verzieren. "Ein Höhepunkt unserer Ausstellung, die besondere Schwerpunkte auf die Holzbearbeitung und die Industrie- und Gebrauchskeramik legt, ist natürlich unsere Dampfmaschine aus dem Jahr 1897", weiß Egbert Feuerriegel zu berichten. Die 2002 aufgearbeitete Maschine fand zwei Jahre später ihren Weg aus Weißwasser nach Sagar und ist seitdem im Museum untergebracht.

Darüber hinaus ist die Stellmacherei von Kurt Saschowa, der zwischen 1945 und 1961 Eishockeyschläger für alle DDR-Oberligateams produzierte, gerade für die Eishockeyregion Lausitz ein informativer Zugewinn für das liebevoll eingerichtete Museum. Das feiert im September sein 15-jähriges Bestehen.

"Wir haben das Museum in den letzten 15 Jahren ständig erweitert", berichtet Egbert Feuerriegel, "und sind momentan dabei den Anbau am Sägewerk für unsere Besucher zugänglich zu machen." Außerdem ist eine Dorfschmiede in Planung, die einen federbetriebenen Hammer beherbergen soll.

Dabei verweist Feuerriegel auch auf Probleme des Vereins und des Museums: "Wir können unsere Baumaßnahmen nicht nur als ehrenamtliche Mitglieder stemmen. Seitdem der Landkreis keine Ein-Euro-Jobber mehr für das Museum einsetzt, fehlen uns die Arbeitskräfte." Demnach stehe das größte Projekt, ein Lokomobile in das Museum zu integrieren, welches zurzeit aufgearbeitet wird, in den Sternen. Man wisse nicht, wie in den nächsten Monaten und Jahren die Bauarbeiten ohne zusätzliche Arbeitskräfte abgeschlossen werden können. "Ich hoffe wir finden bei unserer nächsten Jahreshauptversammlung dazu eine Lösung", sagt Egbert Feuerriegel, während sich der Tag der Saisoneröffnung langsam dem Ende neigt. Das Museum öffnet nun jedes Wochenende und jeden Feiertag von 15 bis 18 Uhr seine Pforten.