Personell hatte man Ausfälle zu verkraften, fehlten doch mit Mario Pfandke, Martin Skubich, Sven Stübner und Richard Krause vier Leistungsträger. Das Spiel begann verhalten, wobei die Hausherren den besseren Start erwischten, sie gingen mit 3:1 in Führung. Technische Fehler, Lücken in der Abwehr, vergebene Chancen reihten sich aneinander und verhinderten den Ausgleich. Allerdings gelang es den Kamenzern nicht, Kapital daraus zu schlagen. Rot-Weiß ging dann couragierter zu Werke, unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff konnte zum 11:11 ausgeglichen werden. Allerdings begann die zweite Hälfte alles andere als verheißungsvoll. Denn in den folgenden Minuten verlor man vollkommen die Linie und die Lessingstädter zogen auf und davon. Acht Treffer für Kamenz und drei für Sagar führten folgerichtig zum 19:14. Doch der Wille und das Bestreben der Neißedörfler nicht unter zu gehen, war deutlich zu merken. Die Aktionen im Angriff wurden gefälliger, die Würfe wurden zur richtigen Zeit genommen und auch in der Abwehr, einschließlich auf der Torwartposition, gab es eine deutliche Steigerung. Die logische Folge war eine langsame Verringerung des Rückstandes, und etwa fünf Minuten vor Spielende gelang dann doch noch der Ausgleich zum 25:25. Kamenz ging nun noch einmal in Führung, Rot-Weiß glich aus und ging selbst mit einem Tor in Vorhand. Nun war es am Gastgeber, wieder auszugleichen, was auch geschah. Bei noch einer Minute Spielzeit wiederholte sich das Spielchen, und beim 28:28 ging Sagar noch einmal in den Angriff. Ein Schlagwurf von Rene Werner, der sein Ziel im gegnerischen Gehäuse fand, brachte nicht den Torerfolg, weil die Unparteiischen auf Freiwurf entschieden. Dieser musste direkt ausgeführt werden und brachte nichts ein, die Punkteteilung war besiegelt, Sagar ist damit seit Oktober ungeschlagen. Damit dieses so bleibt, ist am Sonnabend eine spielerische Steigerung nötig. Denn dann geht es in Bad Muskau um 16.30 Uhr gegen den Tabellenzweiten, den Radeberger SV. Für Sagar spielten: St. Skubich, Schlammer, Werner (3), Dürr (2), M.Brendel (3), Pittermann (11/4), Funda (5), Ladusch (3), T.Brendel (1).