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Sägespäne und Goldgrube

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In der vergangenen Woche hatte es um das Schlachtfest in Rohne Aufregung gegeben. Die Tierschutzorganisation Peta hatte den Rohnern vom Njepila-Hof vorgeschlagen, ihre Schlachtfest in ein Veggie-Fest zu verwandeln. ni/ckx/rw

Wenn die Rohner das umsetzen, würde Peta dem Njepila-Hof 500 Veggie-Würste spendieren. Inzwischen hat sich Manfred Nickel zu Wort gemeldet und darauf hingewiesen, dass es zur Brauchtumspflege gehört, ein Schlachtfest durchzuführen und zu diesem Anlass auch vegetarische Speisen angeboten werden. "Wir sind bereits modern", sagt Nickel, "und wir brauchen die Würste aus Sägespänen nicht."

Wenn die Trebendorfer Gemeinderäte nun ihre Ratspost elektronisch bekommen, haben sie Sorgen wegen der Übertragungskapazität beim Internet. "Da ist ja eine Brieftaube schneller", lautete ein entsprechender Kommentar in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Ein Tagungsordnungspunkt in der Trebendorfer Ratssitzung lautet immer "Bericht Bergbau". Dieser fiel in der Januarsitzung sehr knapp aus. "Es liegt Schnee", sagte Wolfgang Zech, Bearbeiter Bergbau der Gemeinde.

Bei der Weiberfastnacht gehört es dazu, dass sich Männer in Frauenklamotten werfen. Nicole Krause vom Elferrat Bad Muskau ist dazu jüngst als Helferin gebraucht worden, um einem Mann die entsprechende Kleidung zu vermitteln. Allerdings warf dann ein Thema doch Fragen auf. "Besorge mal Frauenschuhe in der 43", so Nicole Krause.

In der Gemeinde Gablenz ist Winterruhe. Bürgermeister Dietmar Noack machte im Gemeinderat die Feststellung, denn zwei von vier Ausschüssen hatten nicht getagt.

Dass das Schloss in Kromlau bei Heiratswilligen schon so gut gefragt ist, das hat die Gemeinderäte in Gablenz richtig überrascht. "Das wird ja ne richtige Goldgrube", stellte Dino Hoffmann fest.

Beim Neujahrsempfang am Donnerstag auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz waren die Stühle in den ersten beiden Reihen mit Namensschildern versehen. So sah die Sitzordnung Weißwassers OB in der ersten Reihe vor. Neben ihn hatten die Soldaten den Bürgermeister aus der polnischen Neiße-Gemeinde Przewoz postiert. Doch Rychard Klisowski wollte lieber seinen Amtskollegen aus der Partnergemeinde Krauschwitz, Rüdiger Mönch, neben sich wissen. So tauschte er flugs die Schilder aus.

Der Kommandant vom Truppenübungsplatz Oberlausitz, Major René Pierschel, dankte allgemein den Kommunalpolitikern für die gute Zusammenarbeit. Doch einen sprach er direkt an in Erinnerung an den Tag genau vor einem Jahr: SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Jurk aus Weißkeißel. Jurk hatte den Kommandanten zum Truppenübungsplatz Bergen begleitet. Dort fand der Appell statt im Rahmen der Umgliederung der Übungsplätze. Seither bildet der TÜP Oberlausitz den Verbund Ost mit den Plätzen Klietz, Lehnin und Altengrabow. Außerdem gibt es noch die Bereiche Nord und Süd. "Es war eine sehr kalte Veranstaltung mit viel Prominenz. Sie haben mir als einer von insgesamt zwei Bundestagsabgeordneten sehr den Rücken gestärkt", dankte Pierschel dem SPD-Mann.

Ginge es nach dem TÜP-Kommandanten, sollte Vattenfall auf den Verkauf der Braunkohlensparte verzichten. Die Zusammenarbeit mit den jetzigen Leuten funktioniere einfach sehr gut. "Ich würde mich freuen, wenn es so weitergeht", so der Wunsch von Major René Pierschel. Aufgrund der Inanspruchnahme von Teilen des Übungsplatzes durch den Tagebau Reichwalde sind Bundeswehr und Vattenfall schon seit Jahren an einem Tisch gefragt.

Der Gablenzer Bürgermeister Dietmar Noack hat bei einem Winterspaziergang entlang der Räderschnitza mit eigenen Augen gesehen, wie sehr der Biber an dem Bachlauf heimisch geworden ist. Bis zum sogenannten Sauenloch habe das Nagetier das Gelände erobert. Damit es sich gut wohnen lässt, hat der Biber einige Staustufen angelegt. "Die Bäume dafür hat er ökologisch gefällt", stellte Noack jüngst im Gemeinderat fest.