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| 14:53 Uhr

Sachsenpokal
Das größte Ding für Fortuna

Der SV Fortuna Trebendorf spielt im heimischen Stadion gegen die BSG Chemie Leipzig am Samstag, 17. November. Der Verein rechnet bei dem Pokalspiel mit bis zu 2000 Zuschauern.
Der SV Fortuna Trebendorf spielt im heimischen Stadion gegen die BSG Chemie Leipzig am Samstag, 17. November. Der Verein rechnet bei dem Pokalspiel mit bis zu 2000 Zuschauern. FOTO: LR Medienhaus / Christian Köhler
Trebendorf. Trebendorf empfängt zum Pokalfight die BSG Chemie Leipzig. Der Verein bereitet sich auf ein Fußballfest für Groß und Klein vor. Von Christian Köhler

Das Telefon von René Kraink läuft in diesen Tagen auf Hochtouren. Schon kurz nach der Pokalauslosung gab es bei den Kickern der Fortuna kein Halten mehr: Die BSG Chemie Leipzig kommt ins Dorf – und das schon kommendes Wochenende. „Im Moment dreht sich bei uns fast alles um dieses Fußballspiel“, sagt der Trebendorfer Vereinschef.

Bereits die Auslosung hatte man in Trebendorf über das Internet verfolgt. „Schon kurz danach haben mir zig Leute gratuliert“, erzählt René Kraink und bestätigt: „Die Euphorie ist riesig. Alle wollen  wissen, wo es die Eintrittskarten für das Spiel gibt.“ Da kann vorerst geholfen werden. Der Vorverkauf ist seit Freitag angelaufen (siehe Infokasten).

Bei aller Euphorie aber erfordert das Spiel gegen den Oberligisten aus Leipzig vor allem eines von dem kleinen Verein: Arbeit und Organisation. „Die Vorbereitung ist wirklich immens“, beschreibt der Vereinschef, „immerhin gibt es eine ganze Reihe von Auflagen, die der Verband uns auferlegt hat.“ So muss beispielsweise für getrennte Fanblöcke gesorgt, eine separate Versorgung gewährleistet werden. Hinzu kommt ein Sicherheitskonzept, welches mit Polizei, Feuerwehr, DRK, Verein und einer Sicherheitsfirma abgestimmt werden muss. „Wir haben zum Beispiel alle Bänke von der Tribüne abbauen müssen“, beschreibt der Trebendorfer. Schon die gesamte vergangene Woche über haben Vereinsmitglieder das Areal am Ortseingang für den Pokalkracher vorbereitet.

Ohnehin stehen am Wochenende 17. und 18. November gleich drei Großveranstaltungen für die Trebendorfer an: das Pokalspiel am Samstag, die Jugendnacht im Haus der Vereine und am Montag, 19. November kommt auch noch Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zum Bürgerdialog. „Das bedeutet für uns Stress pur“, sagt René Kraink.

Die Anspannung aber liegt nicht nur auf den Organisatoren, sondern auch auf den Spielern. „Die Auslosung ist natürlich Wahnsinn für uns“, schwärmt Cheftrainer Holger Fandrich. 19 Spieler des 20 Mann starken Kaders seien derzeit an Bord – und sicher will jeder spielen. Aber: „Auch wenn es für meine Spieler ein großes Event wird, gegen Leipzig anzutreten, liegt mein Fokus auf der Meisterschaft“, sagt der Coach, „hier läuft es momentan nämlich für uns nicht so rosig.“ Aktuell belegt die Fortuna aus Trebendorf den letzten Tabellenplatz in der Landesklasse Ost. Gerade einmal vier Punkte haben die Mannen bislang eingefahren. Und das Torverhältnis von acht eigenen Toren gegenüber 25 Gegentreffern in den vergangenen neun Partien gebe wenig Anlass zur Freude bei der Vereinsspitze. „Deshalb liegt mein Fokus erst einmal auf dem Heimspiel am Sonntag gegen Großröhrsdorf“, sagt Trainer Fandrich.

Trotzdem richtet sich Vereinsboss René Kraink auf die bevorstehende Heimpartie gegen die BSG Chemie ein. „Es soll vor allem ein Spiel für Familien und Fans werden“, kündigt er an. Alles werde vereinsseitig dafür getan, dass es ein Erlebnis wird. „In der Halbzeitpause wird die Tanzgruppe „Cool-Kids“ für Stimmung sorgen“, verrät René Kraink. Und wer weiß, vielleicht gelingt ja eine Überraschung gegen den großen Favoriten ...