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Wölfe in Sachsen
Befund: auffälliger Wolf fachgerecht erschossen

Görlitz . Noch sind nicht alle Untersuchungen zu dem Tier, das in Krauschwitz und Weißkeißel sein Unwesen getrieben hat, abgeschlossen.

Der auffällige Wolf, der im Norden des Kreises über Wochen sein Unwesen getrieben hat, ist fachgerecht durch einen Schuss getötet worden. Das teilt die Pressestelle vom Landsratsamt Görlitz am Donnerstag mit. Hintergrund ist, dass der Untersuchungsbefund des am 2. Februar entnommenen Wolfes vorliegt. Aus dem Gutachten des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung Berlin geht auch hervor, dass das untersuchte Tier eine massive Dermatitis (entzündliche Reaktion der Haut) hatte, wie sie nach einem Befall mit Räudemilben beobachtet werden kann.

Das Tier hatte Ende Dezember 2017 in Krauschwitz und Weißkeißel zwei Hunde getötet und war mehrfach in der Nähe von und auf Grundstücken gesichtet worden. Derzeit stehen noch weitere Untersuchungen aus. Dazu könne das Landratsamt keine näheren Auskünfte geben, da es nicht Auftraggeber sei. Das sei der Freistaat. Die parallel veranlasste genetische Untersuchung des Tieres ist noch nicht abgeschlossen. Sobald die Ergebnisse des Senckenberg-Institutes in Gelnhausen vorliegen, werden weitere Informationen folgen, so Görlitz.

Sie könne derweil auch nicht bestätigen, dass Landrat Bernd Lange (CDU) wegen des Wolfsabschusses angezeigt worden ist. „Uns liegt kein Schreiben der Staatsanwaltschaft vor“, so Pressesprecherin Susanne Lehmann. Laut Medienberichten, soll eine Tierschützerin Anzeige erstattet haben.

(pm/rw)