Der deutsch-sorbische Schulkomplex Schleife setzt nicht nur baulich Maßstäbe, sondern auch in seiner Ausstattung. Bei den Schulfesten der Grund- und Oberschule Ende Februar konnten sich davon schon viele Gäste mit eigenen Augen überzeugen und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Und trotzdem steuert die Kommune nach. Eben auch, weil sich manche Lücken oder Tücken erst im Alltag des täglichen Schullebens zeigen.
In der jüngsten Ratssitzung wurde deshalb einer Tischvorlage die Zustimmung nicht verweigert, obwohl sich auch mancher Gemeinderat darüber erstaunt gezeigt hat. Rund 198 000 Euro fließen in die weitere technische Ausstattung. Wie Hauptamtsleiterin Marion Mudra berichtete, werden von dieser Summe 80 Prozent über den Digitalpakt Schule gefördert. Und auch der Rest fällt nicht auf den kommunalen Haushalt zurück, sondern wird über das Kostenbudget Schulbau finanziert.

Damit plant Schleifes Schulkomplex

Geplant sind neben weiteren Tablets und Notebooks, vier interaktive Tafeln für den Grundschulbereich sowie eine Datensicherung fürs System. Marion Mudra begründet das wie folgt: Auch in der neuen Schule habe man die leidliche Erfahrungen mit Stromausfällen schon machen müssen. Danach habe man festgestellt, dass die Geräte danach neu eingerichtet werden mussten. Um dem vorzubauen, wolle man nun handeln. Zudem sei Sicherung auch in anderer Hinsicht notwendig, wie erste Probleme nach der Benutzung des Wlans gezeigt haben.
Die Frage der Gemeinderäte zielte unter anderem in die Richtung, ob das die Planer nicht im Vorhinein gewusst hätten. Marion Mudra kann zum Beispiel entgegenhalten, dass es gar nicht geplant war, für die ersten und zweite Klassen an der Grundschule interaktive Tafeln anzuschaffen. Doch da bei Lehrern und Schülern die neue Technik gleichermaßen gut ankommt, werde nun nachgerüstet.