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| 20:19 Uhr

Sportlerehrung
Ruf als Sport-Stadt strahlt weithin aus

In einer feierlichen Atmosphäre wurden Freitagabend im Atrium der Bruno-Bürgel-Oberschule Weißwassers Sportler des Jahres 2017 geehrt. Vor den Erwachsenen am Abend gab es am Nachmittag eine ähnliche Veranstaltung für den Sportler-Nachwuchs.
In einer feierlichen Atmosphäre wurden Freitagabend im Atrium der Bruno-Bürgel-Oberschule Weißwassers Sportler des Jahres 2017 geehrt. Vor den Erwachsenen am Abend gab es am Nachmittag eine ähnliche Veranstaltung für den Sportler-Nachwuchs. FOTO: Ingolf Tschätsch
Weisswasser. Weißwasser hat seine „Sportler des Jahres 2017“ geehrt. Leichtathletin Christine Kaiser und Speerwerfer Ronald Weber gehören ebenso dazu wie die Showtanz-Gruppe „Dance Attack“ und die gute Seele der Kanuten: Kurt Rösler. Von Ingolf Tschätsch

Bei der Deutschen Seniorenmeisterschaft im vorigen Jahr in Zittau stand sie bei der Siegerehrung in der Disziplin 300 Meter Hürden in ihrer Altersklasse auf dem obersten Treppchen. Mehr noch. Im dänischen Aarhus war sie 2017 bei den Europameisterschaften der Senioren gestartet. Hier sprang für sie über die 300 Meter Hürden ein vierter Platz heraus. Die Rede ist von Christine Kaiser. „Zweimal in der Woche, so ist jedenfalls mein Ziel, laufe ich im Stadion meine Runden“, erzählt sie der RUNDSCHAU. Durch Wolfgang Petsch von der TSG Kraftwerk Boxberg/Weißwasser sei sie als Kind zur Leichtathletik gekommen, die sie durch eine Freundin im fortgeschrittenen Alter für sich wiederentdeckt habe.

Als am Freitagabend Weißwasser seine Erwachsenen-Sportler des Jahres 2017 ehrt, wird die 61-jährige Bad Muskauerin Christine Kaiser von der TSG bei den Einzelpersonen als Erste nach vorn gerufen. Sie und viele weitere Sportler, Ehrenamtliche, die sich beispielsweise als Übungsleiter engagieren sowie Förderer des Sports sind der Einladung des Stadtsportverbandes zu dieser Veranstaltung in das Atrium der Bruno-Bürgel-Oberschule gefolgt. Präsident Jens Werner begrüßt sie und die Ehrengäste: den Landtagsabgeordneten Thomas Baum (SPD) aus Bad Muskau, OB Torsten Pötzsch (Klartext), Karin Ludwig vom Schul- und Sportamt des Landkreises sowie Petra Sczesny, Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft (WBG) Weißwasser. Die WBG gehört zu den sportlichsten Unternehmen in der Stadt und unterstützt beispielsweise den Eissport.

Thomas Baum, der auch Präsidiumsmitglied im Oberlausitzer Kreissportbund ist, spricht in seiner kurzen Rede davon, dass Weißwassers Ruf als Stadt des Sports bis nach Dresden und Berlin gedrungen sei. „In unserer Stadt gibt es 22 Vereine mit über 3000 Mitgliedern“, so der Politiker. Dafür, dass die Kommune den Sport so hervorragend unterstütze und fördere, bekomme Torsten Pötzsch auch viel Gegenwird, erklärt dieser. Er würdigt die großartige Sportabzeichen-Bewegung, die über die Stadtgrenzen hinaus auch Brandenburger begeistern konnte, die in Weißwasser die Bedingungen zum Erwerb dieses Abzeichens abgelegt haben.

Moderator Frank Budszuhn muss an diesem Abend eine lange Liste von Namen der zu Ehrenden abarbeiten. Der erst 17-jährige Ringer Maximilian Simon von Grün-Weiß ist darunter, der in der Jugend A einen hervorragenden 9. Platz bei der Europameisterschaft belegte und Deutscher Meister wurde, genau wie die Männermannschaft des Vereins, die den Aufstieg in die Ringer-Regionalliga Mitteldeutschlands schaffte.

Zu den Ausgezeichneten gehören auch der 57-jährige Speerwerfer Ronald Weber von der TSG (er belegte den 1. Platz bei der Landesmeisterschaft), der 19-jährige Weißwasseraner Sportschütze Patrick Pfarsky (Platz 1 bei der Landesmeiserschaft), die 1. Volleyball-Frauenmannschaft der TSG Kraftwerk Boxberg/Weißwasser (1. Platz in der Landesklasse und Aufstieg in die Sachsenliga) und die Showtanz-Truppe Dance Attack von der TSC Kristall. Beim Deutsch-Polnischen Tanzfestival gingen die Weißwasseraner als Sieger hervor.

Ein spezieller Teil der Ehrung ist denjenigen gewidmet, die im vorigen Jahr das Sportabzeichen in Gold, Silber oder Bronze erworben haben. Die bereits 79-jährige Anne Hirsch ist unter ihnen. Schon 13-mal hat die Seniorin die begehrte Trophäe in ihren Besitz gebracht. Als Förderer des Sports wird beispielsweise die Firma Petsch  ausgezeichnet. So hat Unternehmer Dietmar Petsch den Jugendliga-Ringern von Grün-Weiß umgehend die Unterstützung zugesichert.

In der Kategorie Ehrenamt wird unter anderem Kurt Rösler nach vorn gerufen. Mit 89 Jahren ist er der Älteste in der Runde und sportlich immer noch aktiv. Regelmäßig sieht man ihn im Faltboot auf dem Braunsteich seine Runden drehen. „Kurt ist die gute Seele der Abteilung Kanu. Seine Einsatzbereitschaft und Hilfsbereitschaft sind beispielgebend“, urteilen seine Sportfreunde von Grün-Weiß über ihn und haben ihn deshalb für diese Ehrung vorgeschlagen. Als sich am 1. März 1953 in der Stadt die Sektion Kanu der damaligen BSG Chemie gründete, stieß Kurt Rösler nur zwei Monate später zu den sechs Pionieren der ersten Stunde hinzu. Er ist seitdem dem Wassersport treu geblieben. Damit ist der Senior der älteste noch lebende Zeitzeuge des Sportereignisses vor fast 65 Jahren.

Der 89-jährige Kurt Rösler (l.) ist die gute Seele der Kanuten von Grün-Weiß Weißwasser. Ihm dankte der Landtagsabgeordnete Thomas Baum (SPD) für sein ehrenamtliches Engagement.
Der 89-jährige Kurt Rösler (l.) ist die gute Seele der Kanuten von Grün-Weiß Weißwasser. Ihm dankte der Landtagsabgeordnete Thomas Baum (SPD) für sein ehrenamtliches Engagement. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau