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Rothenburger Straße ist 2018 an der Reihe

Krauschwitz. Ein Dresdener Vermessungsbüro nimmt sich jetzt die Rothenburger Straße in Krauschwitz vor. Für knapp 14 000 Euro muss diese unter die Lupe genommen werden. Gabi Nitsche

Das hat der Gemeinderat jetzt beschlossen.

Zuvor waren drei Vermessungsbüros von der Gemeindeverwaltung um ein Angebot gebeten worden. Der Technische Ausschuss hat sich dann mit der Vergabe intensiver beschäftigt und die Dresdener als wirtschaftlichstes Angebot empfohlen.

Die Vermessung vor und nach der Straßensanierung ist ein Muss und steht im Zusammenhang mit den europäischen Fördermitteln, die Krauschwitz für dieses Straßenbauvorhaben erhält, hieß es.

Schon seit etlichen Jahren gehört die Rothenburger zu den Problem-Straßen im Gebiet der Großgemeinde Krauschwitz.

Den gegenwärtigen Zustand der Rothenburger Straße beschreibt Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler) wie folgt: Die Straße ist komplett unbefestigt und nur mit Sand und Schottermaterial versehen. Dadurch sind zahlreiche Löcher, Aufbrüche und etliche Unebenheiten im gesamten Bereich vorhanden, sodass sich eine Erneuerung dringend erforderlich mache.

Doch die Straße allein mit Gemeindemitteln in Ordnung zu bringen, dazu ist Krauschwitz nicht ausreichend finanziell ausgestattet. Neue Möglichkeiten eröffnete das Interreg-Programm Polen-Sachsen. Voraussetzung ist, dass es Krauschwitz gelingt, damit die kürzeste Verbindung zum Grenzübergang Krauschwitz-Leknica zu schaffen für Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr, Rettungsfahrzeuge und Technisches Hilfswerk bei Hochwasser oder anderen Katastrophenfällen zu schaffen. Der Charakter der Wohngebietsstraße soll dabei aber nicht verändert werden, heißt es.

Laut Bürgermeister beabsichtigt Krauschwitz nunmehr, die Rothenburger komplett zwischen Uferstraße und Grenzzubringer einschließlich der seitlichen Zwischenstraßen grundhaft auszubauen. Die Ausbaulänge beträgt 910 Meter. Sie ist unterteilt in die Hauptstrecke und die Nebenstraßen. Geplant sei eine drei Meter und vier Meter breite Asphaltierung mit seitlichen Banketten. Der Baubeginn soll im zweiten Quartal im Jahr 2018 erfolgen.

Wenn die Vermessung durch ist und die Pläne auf dem Tisch liegen, soll eine Einwohnerversammlung stattfinden, kündigte Bürgermeister Mönch in der jüngsten Ratssitzung an.

Da es sich um ein deutsch-polnisches Förderprogramm handelt, ist die Niederschlesische Straßenbauverwaltung Breslau (Wroc{lstrok}aw) Partner von Krauschwitz. In Piensk soll laut Mönch eine Landesstraße ausgebaut werden.