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| 02:45 Uhr

Rothenburg schafft sich neues Filetstück

Nicht schön anzusehen: der Schlossplatz in Rothenburg.
Nicht schön anzusehen: der Schlossplatz in Rothenburg. FOTO: U. Menschner/ume1
Rothenburg. Auf dem Rothenburger Schlossplatz haben die Arbeiten an einem unentgeltlichen Park- und Rastplatz begonnen. Wie Marlen Kolodziej, Fachbereichsleiterin Bau und Finanzen in der Stadtverwaltung, mitteilt, wurde in einem ersten Schritt mit der Instandsetzung der sanierungsbedürftigen Parkmauer am Zugang aus Richtung Mühlgasse angefangen. ume1

"Um die erforderlichen Untersuchungen zur Beschaffenheit des Bauwerks zu ermöglichen, haben wir die oberen lockeren Ziegelreihen der maroden Mauer abtragen lassen", so die Bereichsleiterin.

Diese Arbeiten bilden den Auftakt für eine wesentlich umfangreichere und tief greifendere Gesamtmaßnahme: "Neben der Mauersanierung werden auch der Rückbau von Gebäuden, die Neuordnung der Parkplätze, die Schaffung neuer Rastplätze für Radwanderer sowie die Sanierung des Untergrundes die vordere Hälfte des Schlossplatzes neu erstrahlen lassen", freut sich Bürgermeisterin Heike Böhm (SPD). Alle gestalterischen Maßnahmen orientieren sich an der historischen Bebauung und Nutzung des Platzes, der bis zu dessen Abriss 1952 von dem namensgebenden Bauwerk beherrscht wurde. Das Rothenburger Schloss war 1805 auf dem Gelände einer früheren Burg errichtet und1840 durch den Freiherrn Adolf von Gersdorff ausgebaut worden.

Die Umgestaltung des Platzes hat eine mehrjährige Vorlaufzeit. Bereits 2014 wurde eine denkmalpflegerische Zielkonzeption für den Stadtpark erarbeitet, aus der hervorging, dass besonders die Eingangsbereiche zum Park sowie die Verbindung zwischen Park und Innenstadt - eben der Schlossplatz - erhebliche Defizite aufweisen. Schon die ein Jahr zuvor fertiggestellte Zukunftsstrategie der Stadt hatte dem Schlossplatz kein gutes Zeugnis ausgestellt. Er wurde als ungeordnete Fläche ohne städtebauliche Funktion deklariert. Das soll sich durch die "Neugestaltung des Schlossplatzes mit historischen Einblicken" ändern. So entstehen 40 Parkplatze sowie drei Rastplätze für Fuß- und Radwanderer mit Tisch, Bank und Abfallbehälter sowie einer Info-Tafel. Anstelle des alten Getränkekiosks wird ein Lindengarten angelegt. Bis zum Beginn des Sommerfestes 2018 sollen all diese Arbeiten abgeschlossen sein. Die Neubepflanzung ist erst nach dem Sommerspektakel im nächsten Jahr vorgesehen.

Als weiteres Vorhaben benennt Bürgermeisterin Heike Böhm die Gestaltung der Eingänge zum Stadtpark aus Richtung Noes (mit seinen zwei historischen Torsäulen) sowie an der Handwerkerhalle. Die Zukunftsstrategie sieht außerdem die Schaffung eines Spielplatzes auf dem Schlossplatz vor.