Das Spiel begann dann zwar mit dem Führungstor der Gäste, aber der Gastgeber glich postwendend aus, ging selbst durch einen Siebenmeter in Führung und baute diese auf 3:1 aus. Nun wiederum konnte Sagar den Anschlusstreffer erzielen und dieses Spiel setzte sich dann bis über die Mitte der ersten Spielhälfte so fort. Rot-Weiß übrigens ohne Sven Stübner antretend, er fehlte berufsbedingt, konnte sich, obwohl die Abwehr ein um das andere Mal den gegnerischen Ball erkämpfte, im Angriff einfach nicht genügend in Szene setzen, um den Ausgleich zu erzielen.

Denn immer, wenn der SV patzte, ging bei Sagar auch nichts.

Die Folge davon war, dass der Vorsprung der Hausherren anwuchs, so dass es wenige Minuten vor der Pause 12:8 stand. Wie gesagt, es wurde alles versucht, zu verkürzen. Die Chance, auf zwei Treffer heranzukommen, war da, wurde aber vergeben. Im Gegenzug fiel noch ein Treffer und beim Stand von 15:12 wurden die Seiten gewechselt.

Was sich nun zu Beginn der zweiten Hälfte abspielte, ist aus Rot-Weiß-Sicht sehr schwer zu beschreiben.

Sagar verlor vollkommen den sowieso schon dünnen Spielfaden, leistete sich reihenweise technische Fehler oder vergab im Abschluss. Hinzu kam, dass an diesem Spieltag beide Torleute nicht an die Form der Vorwochen anknüpfen konnten. Die Abwehr war - vielleicht auch der kräfteaufreibenden Arbeit aus der ersten Hälfte geschuldet - nicht mehr so stabil. Das Unvermeidliche passierte. Denn die Bierstädter nutzten Sagars Schwächen schonungslos aus. Sie erzielten in zehn Minuten sechs Treffer, dagegen gab es nur einen - beim 21:13 war Rot-Weiß praktisch stehend K. o. Neben drei verschossenen Siebenmetern wurde nun auch aus dem Spiel heraus mehrfach das Holz getroffen oder Radebergs Torwart war auf der Höhe der Tatsachen.

Am Ende des Spiels sahen sich die Neißedörfler mit einer 35:26-Niederlage konfrontiert, die für Radeberg an diesem Tage zwar verdient war, aber mit Sicherheit hätte vier bis fünf Treffer geringer ausfallen müssen. ph