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| 01:27 Uhr

Rollstuhl-Lift in Cottbuser Lagune

Cottbus.. Die Badelandschaft „Lagune“ ist für Behinderte nachgerüstet worden. Das teilt die Cottbuser Behindertenbeauftragte Irena Wawrzyniak mit. Damit sei der Betreiber einer Forderung des Beirates gefolgt. A. Floß


Während des diesjährigen deutsch-polnischen Hippo therapiecamps, das durch die Stadt Cottbus mit Mitteln des europäischen Fonds im Zuge der Städtepartnerschaft organisiert wurde, besuchten die an Multipler Sklerose erkrankten Teilnehmer auch die Cottbuser „Lagune“ . Für Stanislaw Urbaniak aus Zielona Gora, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, stellte dies kein Problem dar. An der Schräge, die zum Spaßbereich mit Wellenbad führt, ist jetzt ein Lift für Rollstuhlfahrer angebracht worden. „Es wurde sich große Mühe gegeben“ , betont Irena Wawrzyniak. Denn ein rutschsicherer Läufer auf der Schräge und eine Stange zum Festhalten, um in den Bereich des Wellenbeckens zu gelangen, ergänzten die Sicherheitsmaßnahmen.
Die Campteilnehmer bewegen sich in dem warmen Wasser. „Es ist sehr schön hier“ übersetzt Marta Unger die Worte von Stanislaw Urbaniak. Der 62-Jährige sei das dritte Mal in der Stadt - und auch in der „Lagune“ . Dass er jetzt nicht mehr über die Schräge mit dem Rollstuhl fahren muss, mache ihn froh.
Schwimmmeister Hagen Pfeil sagt, dass Rollstuhlfahrer sich an der Pforte den Schlüssel für den Lift holen könnten. „Wir helfen aber auch, wenn es nötig ist“ , erklärt er. Auf jeden Fall sei jetzt die Unabhängigkeit der Behinderten gewährleistet. Mit einem Duschrollstuhl können die Betroffenen direkt in das Wasser fahren und sich dann hineingleiten lassen, erklärt Irena Wawrzyniak. Zur Nachrüstung gehöre auch eine Laufschrift über dem Sportbecken. „Diese ist für Gehörlose wichtig“ , sagt die Behindertenbeauftragte. Über diese Anzeige könnten Betroffene in Gefahrensituationen schnell informiert werden.
Das bereits 6. deutsch-polnische Hippotherapiecamp mit Reit-, Bewegungs- und Musiktherapie sowie Wassergymnastik in der Cottbuser Reha-Vita hätte den 20 Teilnehmern gut getan, sagt der Veranstalter.
In der Freizeit besuchten die Gäste aus Zielona Gora gemeinsam mit den Cottbusern den Tierpark, unternahmen eine Fahrt nach Drebkau zur Ausstellung „Mit Behinderungen ist zu rechnen“ des Karikaturisten Philipp Hubbe. Ein Besuch im Pflegezentrum Mühleninsel, ein Erfahrungsaustausch zum Thema „Ambulant vor stationär“ sowie eine Grillparty ergänzten das Programm.