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Weihnachten
Rohnsche feiern mit Glühwein, Christkind und Friedenslicht

Das Christkind segnete auf dem Rohner Weihnachtsmarkt neben den Besuchern auch die Frauen der „Rohner Stimmen“.
Das Christkind segnete auf dem Rohner Weihnachtsmarkt neben den Besuchern auch die Frauen der „Rohner Stimmen“. FOTO: amz / Torsten Richter
Rohne. In Rohne ging es vor dem Fest anheimelnd und gemütlich zu. amz

Wenn es eine Auszeichnung für den schönsten Weihnachtsmarkt der Lausitz gebe, wäre Rohne ganz vorn mit dabei. Diese Ansicht haben zumindest viele Besucher der zweiten Auflage dieser Veranstaltung vertreten. Vor zwölf Monaten an der örtlichen Feuerwehr gestartet, stimmen sich nun die Rohnschen auf dem Njepila-Hof auf das Fest ein.

„Unser erster Weihnachtsmarkt vor einem Jahr kam bei den Einwohnern hervorragend an. Deshalb haben wir uns für die zweite Auflage entschieden“, berichtet Jörg Tschammer von der Rohnschen Feuerwehr. Seine Kameraden als Hauptprotagonisten des Marktes sorgen für knusprige Bratwürste und schenken Glühwein aus.

Mit dem jetzigen Umzug vom Feuerwehr-Depot auf den Njepila-Hof, so erzählt der dortige Vereinsvorsitzende Manfred Nickel, solle die bäuerlich-sorbische Atmosphäre betont werden. „Der Weihnachtsmarkt steht auch für den friedlichen Zusammenhalt unseres Dorfes. Alle machen mit, neben der Feuerwehr und dem Njepila-Verein auch der Ortschaftsrat, die Domowina sowie die Rohner Stimmen.“ Zudem biete das rustikale Ambiente des historischen Hofes in der Rohner Ortsmitte genau das richtige Flair für solch eine Veranstaltung.

Kein Wunder, dass auch das Rohnsche Christkind mit seinen beiden Begleiterinnen vorbeischaut. Schweigend werden alle Besucher mit Hand und Rute gesegnet. Dabei herrscht eine ganz feierlich-pathetische Stimmung in Hof und Dorf. Wohl jeder der Anwesenden bemerkt, dass hier und heute etwas Besonderes geschieht. Keiner will diesen sorbischen Brauch missen.

Eine weitere Attraktion leuchtet in der Bude von Ursula Domaschk. Neben den Leberwurst- und Kochkäse-Stullen strahlt dort eine besondere Kerze, nämlich das Friedenslicht aus Bethlehem. Zahlreiche Gäste haben ihre eigenen Kerzen mitgebracht und entzünden diese an der kräftigen Flamme. Beispielsweise Daniela Kreisel. „Ich wohne zwar in Gablenz, stamme aber aus Rohne. Mit dem Licht kehrt der Weihnachtsfriede in unser Haus ein. Die Kerze wird direkt am Eingang bis ins neue Jahr hinein leuchten.“ Bergbau-Seelsorgerin Antje Schröcke hat im Kirchspiel Schleife das Friedenslicht mit organisiert. „Damit spannen wir ein Friedensnetz über unsere Dörfer“, erklärt sie.

Auch im neuen Jahr wollen die Rohnschen wieder feiern. Die Feuerwehr ist bei den meisten Veranstaltungen mit von der Partie. Beispielsweise beim Winterlagerfeuer. Das, so kündigt Kamerad Jörg Tschammer an, werde am 10. Februar entzündet. Dann wieder direkt vor dem Feuerwehr-Gebäude.