Am Ende reichte es für die Weißwasseraner nicht, sie verloren deshalb den dritten Tabellenplatz in der Oberliga. Die Vogtländer setzten alles daran, um sich zum Schluss doch noch vor dem Turnerheimteam zu platzieren. Weißwassers Aktive kannten die Bedeutung dieses Vergleichs und kämpften bis zur Schmerzgrenze. Dabei gingen sie an ihr Leistungsvermögen und enttäuschten nicht. Die Besucher in der Halle respektierten am Ende den Ausgang dieses Mannschaftskampfes und zollten ihre Hochachtung vor der Saisonleistung des jungen Grün-Weiß-Teams. Der vierte Platz in der Oberliga Sachsen ist ein Erfolg für die Mannschaft um Trainer Bernd Panoscha. Weißwasser war in der zurückliegenden Saison das jüngste Oberliga-Team und kann zuversichtlich in die Zukunft schauen. Keiner hatte im Vorfeld damit gerechnet, dass diese Mannschaft so manche gestandene Formation ärgern würde. Durch ihre guten Leistungen hat sie sich Respekt bei der Gegnerschaft erkämpft. Eine gute Nachricht vorab: Die so genannte Stammformation bleibt dem Grün-Weiß-Traditionsverein erhalten und bereitet sich für die nächsten Aufgaben im Jahr 2006 intensiv vor. Viele Athleten werden sich in den nächsten Wochen bei den Landesmeisterschaften behaupten müssen. Das sind die Qualifikationsmöglichkeiten zu den Deutschen Meisterschaften. Der Kampffilm 120 kg, FR: Manuel Schreiber war in allen drei Runden der aktivere Ringer und machte die entscheidenden Wertungspunkte. So war sein Dreirundensieg nie gefährdet. 60 kg, GR: Morris Schreiber. Sein energisches Auftreten brachte den gewünschten Erfolg. Sein Gegner war von Anfang an beeindruckt. Es war nur eine Frage der Zeit, wann Morris als Sieger von der Matte gehen würde. Nach einem deutlichen ersten Rundengewinn schulterte er seinen Widerpart im zweiten Abschnitt. 96 kg GR: Mario Stanke musste sich mit einem Ringer der älteren Generation auseinander setzen. Nach dem Abtasten in der ersten Runde, die Mario gewann, verschärfte Weißwassers Ringer das Tempo in den Runden zwei und drei. Diese beiden Abschnitte gewann er klar durch technische Überlegenheit. 66 kg GR: Matthias Mückisch. Es war der erwartet schwere Kampf für den Weißwasseraner. Er hielt über alle fünf Runden optimal gegen. Nach dem ersten Rundengewinn gab Matthias Runde zwei ab. In Abschnitt drei ging es wiederum sehr knapp zu, am Ende für den Gastgeber. Runde vier wurde sehr spannend. Hier führte Matthias bis fünf Sekunden vor der Pause knapp, sein Kontrahent machte aber die entscheidende Wertung. Die fünfte Runde musste die Entscheidung bringen. Auch hier führte der Grün-Weiße bis kurz vor Schluss, trotzdem musste er sich seinem Gegner 1:2 beugen. Das Turnerheimteam führte zur Pause mit 12:7 Punkten. 84 kg FR: Knut Fehmann musste in der für ihn ungewohnten Stilart an den Start gehen, erledigte seine Aufgabe aber ordentlich. Nach der sehr knappen 0:1-Punktniederlage in Runde eins versuchte er in den nachfolgenden Runden, weitere Aktionen zu setzen. Knut konnte indes nicht die entscheidenden Wertungspunkte erkämpfen. Runde zwei gewann der Vogtländer recht deutlich und auch Runde drei ging an den Gegner des Weißwasseraners. 66 kg FR: Tobias Haude stand in dieser Auseinandersetzung auf verlorenem Posten. Sein Gegner war ihm in den ersten beiden Runden technisch überlegen. Trotz aller Bemühungen konnte Tobias die Schulterniederlage in Runde drei nicht verhindern. 84 kg GR: Franz Hartwig war in dieser Auseinandersetzung der aktivere Kämpfer. Sein Widerpart wartete nur auf einen Fehler des Weißwasseraners. Nach dem ersten Rundengewinn ging es in Runde zwei sehr knapp zu, zum Glück für Hartwig. In Runde drei setzte Franz nochmals alles daran, um als Sieger die Matte zu verlassen. Mit 7:0 Punkten gewann er diese auch deutlich. 74 kg GR: Kai Bollfraß. Es wurde der erwartete Revanchekampf aus der Hinrunde. Der Turnerheim-Ringer verletzte sich in der ersten Runde und man musste um die Fortführung des Kampfes bangen. Runde eins ging dann auch an den Plauener. Mit einem verzehrten Gesicht ging Kai in die zweite Runde, er machte seinem Kontrahenten trotz Verletzung das Leben sehr schwer. Mit 0:1 unterlag Kai diese Runde nur knapp. Runde drei setzte Kai einen drauf und gewann unter Schmerzen mit 4:1-Punkten. Auch in Runde vier ging es sehr knapp zu, leider reichten die Kräfte nicht mehr aus, um den 0:1-Rückstand aufzuholen. 74 kg FR: Steffen Nagorka. Dieser Kampf war von großer Bedeutung, er entschied. Bei der Führung in der ersten Runde bekam Steffen einen Wadenkrampf und musste unter Schmerzen diese Runde überstehen. Leider schaffte er es nicht, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Runde eins ging an den Vogtländer. Dieses Handicap war entscheidend, Steffen konnte nicht an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen. Auch in den Runden zwei und drei behinderte ihn die Verletzung. Der Ringkämpfer aus Plauen/Pausa war an diesem Abend in Weißwasser der glückliche Sieger.