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Rietschener Gewässerkataster soll Kosten für die Pflege gering halten

Teil des Rietschener Gewässersystems: gesäuberter und mit Bäumen bepflanzter Graben, marode Ufermauer.
Teil des Rietschener Gewässersystems: gesäuberter und mit Bäumen bepflanzter Graben, marode Ufermauer. FOTO: Gemeinde Rietschen
Rietschen. Ein buntes Geäder zieht sich über den Computer-Bildschirm. Blaue, rote und grüne Linien auf einer Landkarte. dpr

Per Mausklick auf eine dieser Linien und es erscheinen Angaben zu dem jeweiligen Fluss oder Graben - die Länge, verrohrt oder offen, die ökologische Klassifizierung.

Rietschens Bürgermeister Ralf Brehmer (Freie Wähler) ist sichtlich stolz auf das neue Gewässer-Kataster für die Gemeinde, das zu erstellen viel Arbeit gemacht habe. Man könne jetzt das System der Wasserdurchflüsse erst richtig verstehen. Vor allem könne man es künftig besser auch "am Laufen halten". Besser heiße dabei auch kostengünstiger, was die Pflege und Unterhaltung betrifft.

Dank des Katasters, so Brehmer weiter, sei der Pflegebedarf für einen Graben im Ortsteil Hammerstadt deutlich geworden. Er sei mittlerweile wieder in einen guten Zustand versetzt, außerdem nun auch auf der Südseite mit Bäumen bepflanzt worden. Aufgrund des Schattenwurfs von beiden Seiten verkraute der Graben nicht wieder so schnell.

Einen besseren Überblick habe man nun auch über die Ufermauern auf Gemeindegebiet. Laut dem Sächsischen Wassergesetz dürften diese Befestigungen, wenn sie einmal beschädigt sind, nicht saniert werden. Vielmehr sollen sie dann gleich entfernt werden, um den natürlichen Zustand wiederherzustellen. Und das rechtzeitig, damit einstürzendes Gemäuer nicht das Wasser staut. Nur wenn Ufermauern eine Schutzfunktion für Häuser oder Straßen haben, verweist Brehmer auf die rechtliche Regelung, dürften sie stehen bleiben. Ganz wichtig für den Bürgermeister: Zuständig für das Entfernen maroder Mauern ist nicht die Gemeinde, sondern der Flächeneigentümer.

Klar sei, so Brehmer, dass das Kataster ständig zu aktualisieren ist. Sonst sei es irgendwann nicht mehr aussagekräftig.