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| 10:38 Uhr

Rietschener Doppelderby am Samstag

Rietschen. Die Oberlausitzer Sporthalle steht Samstag ganz im Zeichen von Handball-Derbys im Niederschlesischen Oberlausitzkreis: Um 16.45 Uhr Uhr tritt Stahl Rietschen zum Ostsachsenligaspiel gegen Rot-Weiß Sagar an. Bereits um 15 Uhr stehen sich an gleicher Steller die Teams von Stahl Rietschen II und der SG Krauschwitz/Weißwasser gegenüber.

Die Vorzeichen dafür stehen zumindest für drei Mannschaften stehen günstig. In der Ostsachsenliga gewannen vorige Woche die Sagarer knapp, während die Rietschener hingegen über eine Niederlage quittierten. Stahl II und die SG aus Krauschwitz/Weißwasser hingegen verbuchten beide Siege. Ostsachsenklasse
Koweg Görlitz II – Stahl Rietschen II 22: 25 (9:10). Eigentlich eine klare Angelegenheit, Rietschen war krasser Außenseiter. Doch in einem manchmal merkwürdig anmutendem Spiel holten sich die Gäste am Ende beide Pluspunkte und verschafften sich damit etwas Luft zum Tabellenkeller. Die Gastgeber legten ein hohes Tempo vor. Die ersten Angriffe wurden abwechslungsreich und druckvoll vorgetragen. Nach fünf Minuten stand es bereits 2:0 für die Neißestädter. Rietschen dagegen hatte seine liebe Mühe, sich gegen die sehr offensiv ausgerichtete Abwehr in Szene zu setzen. Nach acht Minuten wurde der Anschluss zum 1:2 erzielt. Dass es zu diesem Zeitpunkt nicht deutlicher zu Gunsten der Görlitzer stand, war dem seit Wochen in bestechender Form agierenden Rietschener Torwart Karsten Bukow zu verdanken. Mit seiner starken Leistung legte er das Fundament für den späteren Erfolg der Mannschaft. Rietschen hatte es in den ersten 10 Minuten geschafft, sich nicht von der Görlitzer Angriffswoge wegspülen zu lassen. Vielmehr wurde der Ausgleich zum 3:3 erzielt. Görlitz war die spielerisch bessere Mannschaft, die Rietschener dagegen erzielten die Tore. Die Gastgeber kamen erst in der Mitte der ersten Halbzeit besser zum Zuge. Mit dem 7:4 schien sich ihr Vorhaben zu realisieren. Doch Rietschen schlug zurück – Ausgleich zum 7:7. Dieses Wechselspielchen wiederholte sich bis zum 9:9. Vorläufiger Höhepunkt war die erstmalige Führung kurz vor dem Seitenwechsel. Rietschen ging mit einer knappen 10:9-Führung in die Kabine. Obwohl Görlitz sofort ausgleichen konnte, ließen sich die Schützlinge von Reiner Herack nicht nervös machen. Es folgten vier Treffer in Folge. Einen sehr guten Eindruck dabei machten Philipp Domko (zehn Tore) und auch der ehemalige Torwart Michael Riemer (fünf Tore). Trotzdem war zu diesem Zeitpunkt an einen möglichen Auswärtssieg kein Gedanke verschwendet worden. Dazu ist die spielerische Klasse der Koweg-Reserve zu hoch. Die Gastgeber spielten, kamen aber nur zu wenigen Torerfolgen. Rietschen II holte sich überraschend bei Koweg Görlitz II beide Punkte. (ho) Stahl Rietschen II: Bukow, Holubek; Ph. Domko (10); Müller (3); Mertinatsch (2); Pötschke (1); Riemer(5); Jeschke (2); Olbrich (1), Gleisner.
SG Weißwasser/Krauschwitz – TuS Löbau 24:13 (10:5). Beim ersten Auftritt in dieser Saison in Bad Muskau gelang auch gleichzeitig der erste Heimerfolg. Mit 24:13 fiel er gegen die junge Mannschaft von TuS Löbau recht deutlich aus. Das Spiel begann mit einer Schrecksekunde, als der sonst wieder sehr stark haltende Ronny Jurk fast von einem Fernwurf der Gäste überrascht wurde. Das erste Tor erzielte dennoch der TuS Löbau, doch Thomas Balke konnte schon im Gegenzug ausgleichen. Danach zogen die Gastgeber auf 7:1 davon. Karsten Kellberg, Mathias Petau, die beide wieder zur Verfügung standen, und Steffen Bistrosch zeichneten dafür in erster Linie verantwortlich. Danach kam etwas Sand ins Angriffsgetriebe der Spielgemeinschaft. Zu viele Würfe landeten in der Deckung der Löbauer oder verfehlten das Tor. Der Halbzeitstand von 10:5 ist in erster Linie der sehr konzentrierten Deckungsarbeit zu verdanken. Manko bis dahin, er hätte höher ausfallen müssen. Das erste Tor in der zweiten Halbzeit erzielten wiederum die Gäste. Danach waren wieder die Hausherren an der Reihe. Kontinuierlich wurde der Vorsprung ausgebaut. Insbesondere Karsten Kellberg hatte jetzt eine glückliche Hand. Er erzielte insgesamt 9 Tore. Als er in Manndeckung genommen wurde, sprangen andere Spieler in die Bresche. Als Reservetorwart Gerd Richter kurz vor Schluss noch einen Siebenmeter hielt, war der Schlusspunkt gesetzt. Nach zwei Niederlagen in Folge war damit erst einmal Entspannung angesagt. (hha) SG Weißwasser/Krauschwitz: Jurk, Richter, Balke (3), Petau (3), Wehlam (2), Nakoinz (1), Kellberg (9/2), Hutschreuther, Lehmann, Duschek (2), Toth (2/2), Bistrosch (2). Ostsachsenliga Damen
TSV Niederoderwitz – Grün-Weiß Weißwasser 19:15.Samstag kamen die Handballfrauen von grün Weiß Weißwasser erneut mit einer Niederlage von einem Auswärtsspiel zurück. Dabei hatten sich die Grün Weißen für dieses Spiel beim Aufsteiger TSV Niederoderwitz so viel vorgenommen. Wie im Pokalspiel gegen Neugersdorf konnten die Grün Weißen zwar die Anfangsminuten für sich entscheiden, sie gingen mit 3:0 in Führung, doch versagten sie in den folgenden Minuten vor allem im Deckungsverhalten. Zur Halbzeitpause führten die Niederoderwitzer verdient 10:5. Wie die Anfangsphase der zweiten Halbzeit bewies, fanden die mahnenden Worte des Trainers in der Halbzeitpause kein Gehör, wahrscheinlich waren sie zu leise. Als sich nach fünf Minuten ein Debakel andeutete, Weißwasser kassierte 13:7, reichte es dem Trainer der Grün-Weißen er nahm eine Auszeit und nun wurden die Worte in der Halle gehört. Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft. Die Gäste beteiligten sich nun aktiver am guten Handballspiel. Dabei konnte Kerstin Kellberg ihre Vorbildrolle wieder gerecht werden und den Torreigen eröffnen. Aus nun besser agierenden Abwehr kamen die Konterchancen, die aber nur zum Teil genutzt wurden, weil der Faktor Abspielfehler wieder im Weißwasserspiel die Oberhand gewann. Auch verloren einige Spielerinnen die Übersicht im Spielaufbau und schlossen sinnlos ab. Wären da nicht die gut agierenden Torhüterinnen Anja Thomaschk und Martina Schmidt. Doch einen positiven Aspekt hatte das Spiel dann doch noch für die Grün Weißen, die zum ersten Mal auf der Aufbaumitte eingesetzte, jüngste Spielerin Peggy Müller gab ihren Einstand nicht nur mit einem Tor, sondern verstand es den Spielfluss der Grün Weißen geschickt zu organisieren. Somit war der Sieg von 19:15 durchaus gerecht für Niederoderwitz, die über die gesamte Distanz mehr Spielanteile hatten. Aber Kati Dreihardt und Peggy Müller zeigten wachsendes Spielverständnis und setzten neben Kerstin Kellberg nun auch deutlich torgefährliche Aspekte. (hk) Grün-Weiß Weißwasser: Kati Dreihardt (3), Manja Nadebor, Susann Kimmig (1), Susanne Klingebiel, Kerstin Kellberg (5), Kristin Donath, Diana Derichs (4/3), Peggy Müller (2), Franziska Popko, Anja Thomaschk, Martina Schmidt.