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Bildung
Rietschen startet den zweiten Anlauf

Sarah Walter, Jonas Bursche, Gina-Maria Kutschke und Amelie Wieland (v.l.n.r.) basteln und verkaufen die Sterne beim Weihnachtsbasar der Freien Schule.
Sarah Walter, Jonas Bursche, Gina-Maria Kutschke und Amelie Wieland (v.l.n.r.) basteln und verkaufen die Sterne beim Weihnachtsbasar der Freien Schule. FOTO: Regina Weiß / LR
Rietschen. Trägerverein hat Antrag für Berufliche Gymnasialstufe bei Bildungsagentur eingereicht.

(rw) Der Stundenplan steht schon fest. Nach der ersten Stunde für die Planung, geht es in Doppelstunden mit Betriebswirtschaftslehre, Englisch und Chemie weiter. Selbststudium würde den Montag dann abschließen. So könnte der Wochenstart aussehen, wenn die Freie Oberschule in Rietschen endlich grünes Licht für die Einrichtung einer Beruflichen Gymnasialstufe erhalten würde. „Der Antrag mit Einschreiben ist am Donnerstag raus“, so Wolfgang Schmidt, Vorsitzender des Trägervereins der Schule, beim gestrigen Weihnachtsbasar.  Nun warte man als erstes auf eine Eingangsbestätigung von der Bildungsagentur und zweitens und bestens bis spätestens im Februar auf eine Genehmigung.

Es ist der zweite Anlauf, den die Schule für das neue Angebot unternimmt. „Und ich würde auch einen dritten Antrag stellen“, nimmt Schmidt gleich mal vorweg. Obwohl er hofft, dass der Schule nicht weiterhin Steine in den Weg gelegt werden. Der Antrag wurde qualifiziert. Dazu gehört auch, dass Kooperationsverträge mit mehreren Firmen abgeschlossen wurden. Rietschen will ein berufliches Gymnasium. Klar, dass es da Betriebe braucht, mit denen der praktische Teil während der dreijährigen Schulzeit abgesichert werden kann. Der Ort würde vom längeren Lernen im Dorf profitieren, ist sich Schmidt sicher. Das gehe bis hin zu den Vereinen.

Bildung und ländlicher Raum sind derzeit in der politischen Debatte in Dresden verstärkt in den Fokus gerückt. Da passe das Zukunftsprojekt der Schule doch geradezu ideal hinein. „Hinzu kommt noch, dass sich hier bürgerschaftliches Engagement zeigt“, lobt Schmidt seine Mitstreiter. Davon haben sich auch einige beim Weihnachtsbasar im Fema-Saal eingefunden. Bei Kaffee und Kuchen lässt es sich gut plaudern. Außerdem gibt es allerlei Kreatives, das die Mädchen und Jungen der Oberschule angefertigt haben. Der Tisch mit den Weihnachtssternen zieht einen geradezu magisch an.

Fröbel- und Bascetta-Sterne sind von den Kindern zum Teil in der Schule oder zu Hause gefertigt worden. Jonas Bursche hat zum Beispiel einen ganz großes Exemplar mit Beleuchtung gefertigt. 30 Einzelteile mussten dafür nicht nur gefaltet, sondern auch zusammengesteckt werden. „Auch der steht hier heute zum Verkauf“, erklärt der Neuntklässler. Das Geld, was die Schüler einnehmen, kommt allen Klassen für gemeinsame Aktivitäten zugute. Gut so, schließlich haben sie auch viele Stunden in die Vorbereitung ihres Basars investiert.