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Rietschen
Rietschen offen für neue Erlichthof-Konzepte

Rietschen. Beim Treffen Mittwoch sollen alle Fakten auf den Tisch. Von Sascha Klein

Rietschen sucht ab 2019 eine neue Organisationsform für den Erlichthof, nachdem der Verein LPV Lausitz bekanntgegeben hat, sich Ende 2018 zurückzuziehen. Bürgermeister Ralf Brehmer ist weiterhin davon überzeugt, dass die Organisation des Rietschener Aushängeschildes eine öffentliche Aufgabe bleiben sollte. Er will die Verantwortung an die kommunale Gesellschaft ArTour übertragen, ist jedoch damit im Gemeinderat zunächst gescheitert.

Nun sollen am 25. Oktober bei einem Klausurtreffen in den Räumen der Feuerwehr zwischen Bürgermeister, Gemeinderat und Pächtern alle Probleme und Lösungsvorschläge auf den Tisch kommen. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich.

„Ich glaube nicht, dass wir einen privaten Betreiber finden“, sagt Brehmer auf RUNDSCHAU-Nachfrage. „Dazu ist der Erlichthof zu wenig gewinnträchtig.“ Für neue Konzepte sei er jederzeit offen, so Brehmer weiter.

Anfänge einer Konzeptdiskussion könnte es deshalb bereits am kommenden Mittwoch geben. Zu hohe Erwartungen dämpft jedoch LPV-Geschäftsführerin Marion ­Girth: „Wir haben ein Positionspapier entwickelt, das ist richtig. Ich würde es aber nicht als Konzept bezeichnen.“

Sie erwartet sich mehr Engagement von der Gemeinde, zum Beispiel bei Zuschüssen für das Marketing. Bürgermeister Brehmer sagt, Verwaltung und Gemeinderat wollen sich dem Thema grundsätzlich stellen. „Wir brauchen eine Lösung für die kommenden zehn Jahre“, sagt er.