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| 18:00 Uhr

Kommunales
Rietschen entscheidet über Vereinsförderung

Rietschen. Geld der Leag fließt in Zirkusprojekt, neue Kegel und eine Gedenktafel. Von Regina Weiß

Die Rietschener Gemeinderäte wissen selbst nicht ganz so genau, über wie viele Jahre sie bereits von der Leag (vorher Vattenfall) in Sachen Vereinsförderung unterstützt werden. Doch bitter stieß ihnen in diesem Jahr auf, das der Energiekonzern festgelegt hatte, dass nur solche Vereine eine Förderung erhalten, die gemeinnützig sind. Das Unternehmen fordert nämlich laut Bürgermeister Ralf Brehmer (parteilos) eine Spendenbescheinigung. Damit sind laut Gemeindeverwaltung aber auch Vereine für den Zuschuss ausgeschlossen. Gemeinderat Helmut Perk (Freie Wähler) meldete an dieser Vorgehensweise Kritik an. „Wir reden hier über Peanuts. Und lassen Vereine dafür außen vor, weil sich das Unternehmen Peanuts vom Finanzamt zurückholen will. Das sehe ich so nicht ein. Das sollten wir so nicht hinnehmen“, so Perk. Man müsse unbedingt darüber reden, fand der Gemeinderat. Das sieht auch Ratskollege Tilmann Havenstein (CDU) so und das gleich in zweierlei Hinsicht. Denn auch die Vergabekriterien seien laut Havenstein zum Start andere gewesen. „Wir haben das über die Zeit zu sehr aufgeweicht“, sagte er. Darüber soll in der Kommission zur Verteilung der Gelder gesprochen werden. Laut Brehmer zeige sich das Unternehmen gesprächsbereit.

Auch in diesem Jahr ist der Zuschuss über die Sockelförderung (270 Euro je Verein), Kriterien- und Projektzuschuss aufgeteilt worden. Elf Vereinen kommt eine Projektförderung zugute. So will sich der Rietschener Karnevalsverein zehn neue Herrenwesten anschaffen. Dafür gibt es nun einen Teil der Summe. Ebenfalls für neue Kegel für den SSV Stahl Rietschen. Das Zirkusprojekt der Freien Schule Rietschen kann mit einem Zuschuss ebenfalls fortgesetzt werden. Der Verein am neuen Schöps will ein Outdoor-Bowling-Set erwerben, der Verein Gesundheits- und Fitnessstudio den Tresen erneuern und beim Verein für die Bauaufgaben der Evangelischen Kirchengemeinde Riet­schen geht es um eine Gedenktafel für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs, die bis zum Volkstrauertag 2018 angefertigt werden soll.