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Rietschen bekommt weniger Förderung für Breitbandausbau

Rietschen. Statt erhoffter 92 Prozent bekommt die Gemeinde Rietschen nur 80 Prozent der Förderung für den Breitbandausbau im Ort. Das erklärt Bürgermeister Ralf Brehmer (Freie Wähler) der RUNDSCHAU. Christian Köhler

Als Grund führt das Gemeindeoberhaupt die alte Förderrichtlinie der "Digitalen Offensive Sachsen" an, die Rietschen 2015 in Anspruch genommen hatte.

"Die höhere Förderung hätten wir nur bekommen, wenn wir komplett alles mit Glasfaserkabeln ausgebaut hätten", erklärt Ralf Brehmer. Das aber wiederum hätte die Kosten für den Breitbandausbau auf gut fünf Millionen Euro in die Höhe schnellen lassen. "Dann hätten wir zwar eine höhere Förderung bekommen, aber unser Eigenanteil läge dann über dem heutigen", begründet der Bürgermeister. Deshalb habe man sich für einen Kompromiss entschieden: In den Ortsteilen, die in Rietschen 2017 schnelles Internet erhalten sollen, wird es stattdessen einen Verteilerkasten geben, indessen näherer Umgebung bis 30 Megabit pro Sekunde für die Breitbandnutzer zur Verfügung stehen. Geprüft wird dagegen noch die Überlegung, entferntere Häuser über ein oberirdisches Kabel mit Breitband zu versorgen.

Rietschen hatte im September 2015 einen Förderbescheid in Höhe von 854 000 Euro vom Freistaat erhalten.