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Reise nach Deutschland endet bei Ludwigsdorf

Görlitz. Für zwei mutmaßliche Schwarzarbeiter (55, 21) aus der Ukraine ist die Reise nach Deutschland an der Grenze bei Ludwigsdorf zu Ende gegangen. Bei der Kontrolle eines Reisebusses war in der Nacht auf Samstag der 55-Jährige sowie dessen Gepäck näher unter die Lupe genommen worden, meldet die Bundespolizei. pm/ni

Der Mann wies sich zunächst mit einem neuen ukrainischen (biometrischen) Reisepass aus. Später fanden die Bundespolizisten einen weiteren ukrainischen Pass mit eingeklebtem polnischem Arbeitsvisum. Zudem entdeckten sie Arbeitskleidung und Aufzeichnungen, die auf eine Arbeitsaufnahme im Raum Saarbrücken schließen ließen. Auch wenn der Ukrainer abstritt, zum Arbeiten ins Bundesgebiet gekommen zu sein, erkannte ihm die Bundespolizei das Reiserecht ab. Nach Erstattung einer Anzeige wurde zusätzlich ein Einreise- und Aufenthaltsverbot bis zum August 2018 gegen ihn angeordnet.

Auch der 21-Jährige saß zum Zeitpunkt seiner Kontrolle in einem Bus, der am Samstagabend aus der Ukraine kam und nun nach Deutschland fuhr, heißt es seitens der Bundespolizei. Der Fall gestaltete sich ähnlich wie der seines Landsmannes. Die Bundespolizei fand heraus, dass er ausschließlich zum Zweck einer Erwerbstätigkeit eingereist war. Nach Aberkennung des Reiserechts wurde allerdings eine zweijährige Einreisesperre gegen ihn verhangen. Denn es fanden sich noch gefälschte rumänische Papiere wie Ausweis und Führerschein, so die Bundespolizei.