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Weihnachtsmarkt
Reichwalder Kinder finden den Rauschebart

Die Reichwalder Kinder lassen sich auch diesmal zur Suche nach dem Weihnachtsmann fahren.
Die Reichwalder Kinder lassen sich auch diesmal zur Suche nach dem Weihnachtsmann fahren. FOTO: Regina Weiß / LR
Reichwalde. Leni, Leo, Luise, Luis, Lina und Lilly sitzen Samstagnachnachmittag zuerst mit im Anhänger. Gleich wirft Reiner Funke den Motor an und dann setzt sich der Moppel samt seiner Fuhre mit den rund 20 Kindern in Bewegung. In Reichwalde werden die Kinder für die Suche nach dem Weihnachtsmann nämlich gefahren. Das ist auch beim 19. Weihnachtsmarkt so.

Worauf müssen die Mädchen und Jungen achten? Roter Anzug, Bart, rote Mütze mit weißer Bommel – ganz wichtig – sind die Erkennungszeichen des Rauschebarts. „Wir haben ihn immer gefunden“, ist sich Leo ziemlich sicher, dass die Tour gut ausgeht. Und wenn nicht? „Dann fahren wir in den Wald“, gibt Leni die Richtung vor. In den Wald brauchen die Knirpse nicht. An der gesperrten Mühlgrabenbrücke finden sie den Weihnachtsmann. Mit seinem schweren Geschenkesack geht es wieder Richtung Weihnachtsmarkt. Dort haben sich schon viele Gäste eingefunden und lauschen gerade dem Gesang des Kirchenchores Reichwalde/Kreba.

Der Markt in der Ortsmitte wird auch 2017 dem Motto gerecht: Klein, aber fein. „Ich freue mich, dass die Vereine zusammenhalten und das gemeinsam auf die Beine stellen“, so Frank Müller vom Dorfklub. Da habe man letztlich auch den Aufbau der Stände ohne die Unterstützung der Gemeinde geschafft, erfährt die RUNDSCHAU. Schön sei, dass zum Beispiel mit dem Traditionsverein der Feuerwehr neue Teilnehmer dazugekommen sind.

Der Markt ist ein Zeichen dafür, wie viel Potenzial in dem Dörfchen schlummert. Auch an kreativen Geistern. Reiner Funkes Holzarbeiten sprechen für sich und haben schon viele Abnehmer in der Nachbarschaft gefunden, sagt Ehefrau Siglinde. Martina Krausche und Tochter Hanna gleich nebenan haben nicht nur einen leckeren Apfelpunsch im Angebot, sondern auch kleine liebevolle Geschenke aus Filz. Erstaunlich, dass die erst relativ kurzfristig vor dem Markt entstehen.

Mit dabei in diesem Jahr ist auch wieder der Kirchbauverein. Er startet mit Büchern zur Reichwalder Geschichte. Klar, dass die Einnahmen dem Sanierungsvorhaben Kirche zugutekommen sollen.

Apropos Kirche: Dort findet sich Samstag eine sehenswerte Bibel­ausstellung. Zu sehen sind Exemplare, die mehr als 300 Jahre alt oder sehr klein sind. So braucht man für 42 Seiten eines englischen Bibeldrucks schon ein Mikroskop. Kein Wunder bei Maßen von 27 mal 30 Millimetern.