ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:37 Uhr

Ausblick auf das neue Jahr
Wichtige Weichen werden gestellt

 Eine Wunderlampe samt Zauberer wäre nicht schlecht, wenn es beispielsweise darum geht, die Finanzierung der Oberschule Krauschwitz abzusichern. Doch da es Zauberer nur im Märchen gibt, die Wünsche erfüllen, bleibt der Kommune nichts anderes übrig, als weiter um die Gelder zu kämpfen, um endlich den Durchbruch bei dem Millionen-Projekt zu schaffen.
Eine Wunderlampe samt Zauberer wäre nicht schlecht, wenn es beispielsweise darum geht, die Finanzierung der Oberschule Krauschwitz abzusichern. Doch da es Zauberer nur im Märchen gibt, die Wünsche erfüllen, bleibt der Kommune nichts anderes übrig, als weiter um die Gelder zu kämpfen, um endlich den Durchbruch bei dem Millionen-Projekt zu schaffen. FOTO: Joachim Rehle
Was wünschen Sie sich für das neue Jahr für sich und ihre Kommune? Das hat die RUNDSCHAU die Bürgermeister der Region gefragt. Von Regina Weiß

Ralf Brehmer (parteilos), Bürgermeister Rietschen: Ich wünsche mir, dass es den Bürgerinnen und Bürgern in Rietschen gut gehen möge, dass wir von Naturkatastrophen verschont bleiben. Natürlich habe ich auch Wünsche, an deren Realisierung wir als Gemeinde selbst arbeiten müssen. Das sind ein Anbau an unseren Kindergarten, die Sanierung des Kinos, der Bau der Alten Muskauer Straße in Daubitz und der Bau der Kirchstraße in Rietschen sowie in Werda.

Auch für den Erlichthof habe ich einige Wünsche, zum Beispiel, dass es uns mit dem neuen Siedlungsmanagement unter Federführung von Lysann Lorenscheit und den „Siedlern“ gelingen möge, weiter die Besucher vom Erlichthof zu begeistern. Dafür müssen wir die von Marion Girth und ihrer Mannschaft bewährten Dinge erhalten, aber es auch schaffen, uns auf neue Trends im Tourismus einzustellen. Gleich am Anfang des Jahres haben wir dafür eine Ideenfindungsveranstaltung geplant.

Ein wichtiges Thema ist für mich immer die Bildung. Bei diesem Thema sind wir im Jahr 2018 leider nicht an den Punkt gekommen, den ich mir gewünscht habe. Das wäre die Genehmigung eines freien beruflichen Gymnasiums gewesen. Ich weiß, dass Wolfgang Schmidt mit seinem Team daran sehr intensiv gearbeitet hat. Der Antrag für das Jahr 2019 ist auch wieder fristgerecht gestellt. Auch mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer habe ich über dieses für uns sehr sehr wichtige Thema geredet. Ich bin zuversichtlich, dass wir bald die ersten Anmeldungen annehmen können. Es werden auch wichtige Weichen für unsere Region gestellt. Die Kohlekommission wird ihren Abschlussbericht vorlegen. Ich bin zuversichtlich, dass es gelingen wird, gute Lösungen für die betroffenen Regionen anzubieten. Es gibt für mich dabei auch einige Pflöcke, die unverrückbar sein sollten. Das ist zum Beispiel die Zukunft der Menschen, die für eine sichere, stabile und preiswerte Stromversorgung jeden Tag arbeiten. Das ist auch darüber hinaus wichtig, da wir den kommenden Generationen hier bei uns in der Region Zukunftsperspektiven bieten müssen.

Die Bürger werden im Jahr 2019 gleich mehrfach zu den Wahlurnen gerufen. Natürlich hoffe ich dabei auf einen Wettstreit der guten Ideen in der Zeit der Wahlwerbung und auf eine aktive Wahlbeteiligung.

 

Achim Junker (CDU), Bürgermeister von Boxberg: An erster Stelle steht für alle Bürger und mich natürlich Gesundheit. Weiterhin wäre es schön, wenn auch in diesem Jahr so ein reges Vereinsleben mit guten Veranstaltungen herrscht, wie es bisher in unseren Dörfern Tradition war. Ich setze weiterhin auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Entscheidungsträgern, was zum Beispiel beim Gemeinderat anfängt. Schön wären Fortschritte im kommunalen Straßenbau und nicht zu vergessen der Beginn der Fahrgastschifffahrt auf dem Bärwalder See.

 

Torsten Pötzsch (Klartext), Oberbürgermeister von Weißwasser: Privat wünsche ich mir vor allem mehr Zeit für meine Familie, bei den Menschen in der Stadt mehr Optimismus, weil wir das, was wir geschaffen haben, ja auch zeigen können. Bei der „großen Politik“ soll ankommen, dass man die Rolle von Weißwasser richtig versteht, die die Stadt für die Region einnimmt. Es geht um die Ansiedlung von mindestens einer Behörde und einer Bildungseinrichtung. Gebäude dafür sind ja vorhanden.

 

Rüdiger Mönch (Freie Wähler), Bürgermeister Krauschwitz: Mit dem Ausgang des Bürgerentscheides, dass die Gemeinde Krauschwitz weiterhin eigenständig bleiben soll, sind wir mehr denn je der Haushaltskonsolidierung ausgesetzt. Mit Unterstützung eines Kommunalberatungsbüro werden wir die infrastrukturellen Besonderheiten unserer Gemeinde herausarbeiten und dem Sächsischen Finanzministerium aufzeigen, warum die finanziellen Mittel des Finanzausgleichs nicht ausreichen. Das finanzielle Defizit soll durch eine Sonderzahlung des Sächsischen Finanzministeriums beseitigt werden, hoffe ich.

In der Aufstellung des Haushaltsplanes 2019/20 der Gemeinde Krauschwitz sind die Sanierung der Grundschule Sagar und der Rothenburger Straße in Krauschwitz fest verankert. Die Finanzierung dieser Maßnahmen ist abgesichert. Ein großes Ziel für 2019 besteht dagegen in der Sicherstellung der Finanzierung zur Rekonstruktion der Oberschule Krauschwitz in Höhe von acht Millionen Euro.

Im Jahr 2019 finden die Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen statt. Die Vorbereitung und Durchführung werden von der Verwaltung ein großes Arbeitspensum abverlangen. Um die Arbeit in den Wahllokalen abzusichern, benötigen wir weiterhin ehrenamtliches Engagement unserer Mitbürger. Für das bisher gezeigte, egal, ob es bei den freiwilligen Feuerwehren oder in den Vereinen geleistet wurde, möchte ich mich im Namen der Gemeinde herzlich bedanken. Zur gedeihlichen Entwicklung der Gemeinde Krausch­witz benötigen wir mehr Mitstreiter denn je. Vielerorts wird die Arbeit der Bundes- und Landesregierung unverständlicherweise mit der, die die Gemeinde leistet, gleichgesetzt und schlechte Stimmung verbreitet. Das tut unserer kommunalen Gemeinschaft nicht gut. Wir haben in den Jahren nach der politischen Wende viel geschafft, worauf wir alle stolz sein können. Das sollte man nicht vergessen.

Ich wünsche mir für 2019 wieder ein besseres Miteinander, um unsere Ortsteile in der Gemeinde weiterhin lebenswert zu gestalten. Nicht immer sind dafür finanzielle Mittel notwendig.

.

Andreas Lysk (parteilos), Bürgermeister Weißkeißel: Ich denke, dass eine stabile Gesundheit das Allerwichtigste ist, quasi die Basis für ein gutes Jahr. Unsere Tochter erwartet ihr viertes Kind. Da wünschen wir uns als Familie, dass die Geburt reibungslos verläuft und Mutter und Kind wohlauf sind.

In Weißkeißel würde ich mich freuen und wünsche es mir auch, wenn die gute Arbeit im Gemeinderat nach der Gemeinderatswahl fortgesetzt werden kann. Die Voraussetzungen sind mit dem bestätigten Doppelhaushalt 2019/2020 gegeben. Mögen wir von Katastrophen weiter verschont bleiben und ein friedliches Miteinander pflegen.

 

Reinhard Bork (parteilos), Bürgermeister Schleife: In (nicht ganz sorgenfreier) Erwartung des Abschlussberichtes der Kohlekommission und den damit verbundenen Empfehlungen an die Bundesregierung hoffe ich, dass die darauf folgenden Entscheidungen nicht wieder zu Lasten der Menschen in Ostdeutschland und im Lausitzer Revier gehen werden. Vor diesem Hintergrund muss die Strukturentwicklung endlich und für alle sichtbar beginnen beziehungsweise zielstrebig in Gang gesetzt, müssen bürokratische Hemmnisse beseitigt werden. Ich wünsche mir, dass vor allem junge Menschen hier in der Lausitz eine faire Chance erhalten. Auch dass junge Familien, die in den letzten Jahren bei uns ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben und inzwischen zur Dorfgemeinschaft gehören, nicht wieder gezwungen sind, alles aufzugeben und der Arbeit nachzuziehen. Wie es eben in den 90er-Jahren war.

Ein weiterer Wunsch ist, dass der verhandelte Mühlrose-Vertrag bald möglichst auch vom Bergbauunternehmen unterschrieben wird, damit die betroffenen Bürger nach den vielen Jahren der Ungewissheit nun am neuen Wohnstandort endlich zur Ruhe kommen können. Gleichfalls, dass unsere Bürgerinnen und Bürger im ehemaligen Abbaugebiet Sicherheit für ihre weitere Lebensplanung erhalten und wieder Vertrauen gewinnen können.

Für uns als Kommune ist es wichtig, die finanziellen Mittel zur Verfügung zu haben, um in den Ortsteilen südlich der Bahnlinie die kommunale Infrastruktur modernisieren zu können, damit diesen Dörfern wieder neues Leben eingehaucht werden kann und damit unsere Ortsteile wieder lebenswert und insbesondere attraktiv für junge Familien werden. Nicht zu vergessen: Auch die ärztliche Versorgung in unserem ländlich geprägten Raum muss weiterhin abgesichert werden.

Mit Blick auf die Wahlen hoffe ich, dass uns die demokratischen Verhältnisse erhalten bleiben und dass das engagierte Handeln unseres Ministerpräsidenten Michael Kretschmer Anerkennung finden möge und er die Chance erhält, die begonnene Arbeit im Interesse der Bürger und des Freistaates fortzusetzen

 

Andreas Bänder (CDU), Bürgermeister von Bad Muskau: Gesundheit für meine Familie und mich möchte ich hier zuerst nennen. Gleichfalls ein zufriedenes Miteinander in unserer Stadt. Schön wäre es, wenn sich auch 2019 unser Ort weiter gedeihlich entwickeln kann. Dazu gehören die kleinen Schritte, aber auch unsere Projektskizze (A. d. Red.: Brauerei, Dominium, Treppe zum Bergpark, Parkhaus), die wir gemeinsam mit der Stiftung in Berlin eingereicht haben. Es wäre natürlich toll, wenn uns dieser Erfolg beschieden wäre. Das wäre ein weiterer Meilenstein, damit sich die Bürgerschaft hier noch mehr zu Hause fühlen kann und die Lebensqualität noch besser wird. Wichtig wäre auch, dass wir in 2019 von Katastrophen jeglicher Art verschont bleiben.

 

Waldemar Locke (CDU), Bürgermeister Trebendorf: Ich wünsche mir, dass wir die große Herausforderung meistern. Schließlich müssen wir die Umsiedlung eines ganzen Dorfes stemmen. Dafür ist es wichtig, dass nach dem Ergebnis der Kohlekommission im Februar der ausgehandelte Grundlagenvertrag endlich unterschrieben werden kann, damit ab dem 1. April 2019 erste Einzelumsiedlungen erfolgen können. Dann wäre es schön, wenn wir endlich aus dem Tal der Gewerbesteuerrückzahlungen rauskommen. Und natürlich müssen wir beim Abwasserbeseitigungskonzept sowie beim Breitbandausbau endlich vorankommen. Im Gemeinderat hoffe ich auf eine bessere Zusammenarbeit, keine offenen Meutereien mehr. Mit Blick auf die Kommunalwahlen wird es spannend. Nicht nur deshalb wünsche ich mir starke Nerven und Gesundheit.

 

Dietmar Noack (CDU), Bürgermeister Gablenz: Ich wünsche mir, dass wir in diesem Jahr am Rakotzensemble mit den Sanierungsarbeiten recht weit vorankommen. Das Vorhaben Parkplatz in Kromlau samt Infopunkt und Toilette sollte fertiggestellt sein und auch die Ferienwohnungen im Kavalierhaus sollten dann den Gästen bereitstehen. Natürlich ist es dafür wichtig, dass wir alle gesund bleiben. Außerdem wünsche ich mir für mich noch einige interessante Bildungsreisen.