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| 02:49 Uhr

Rat erteilt Sweco grünes Licht

Rietschen. Der Gemeinderat in Rietschen hat am Montag dem örtlichen Planungsbüro Sweco den Zuschlag für die Begleitung des KSP-Förderprogramms (Kleine Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke) zuerkannt. Die Entscheidung dafür fiel einstimmig. Christian Köhler

Für insgesamt 115 000 Euro soll das Ingenieurbüro nun die Gesamtmaßnahme, die Rietschen gemeinsam mit der Stadt Niesky bis 2023 angeht, begleiten. Ziel soll sein, so erklärte es Bürgermeister Ralf Brehmer (Freie Wähler), mit Fördergeldern in Höhe von 1,778 Millionen Euro das Kino und das Bahnhofsgebäude zu sanieren.

Den Zuschlag des Gemeinderates hatte Sweco eigentlich schon im Oktober 2016 erhalten. Damals hatte die Gemeinde für die Begleitung des Programms ein Planungsbüro gesucht und Angebote von drei Firmen eingeholt. Zwei wurden letztlich zur Prüfung durch die Verwaltung zugelassen - eines von Sweco und eines von Wüstenrot aus Dresden. Zwar hatte schon im Oktober das Rietschener Büro das günstigere Angebot abgegeben (97 000 Euro), aber nach den aufgestellten Kriterien durch die Verwaltung Wüstenrot das wirtschaftlichere abgegeben (143 000 Euro). Weil der Rat nach einem Antrag von Tillmann Havenstein (CDU) den Zuschlag trotzdem Sweco gab, kassierte im November das Kommunalamt des Landkreises den Ratsbeschluss.

Nach intensiver, nicht-öffentlicher Beratung entschloss sich der Gemeinderat nun, neu auszuschreiben und die Kriterien zu modifizieren. "Beide Büros konnten neue Angebote einreichen", erklärte Ralf Brehmer am Montag. Während Wüstenrot darauf verzichtete, hatte Sweco ein neues abgegeben. "Wir können bei dieser Entscheidung nur 50 Prozent falsch machen", sagte der Bürgermeister bei der Abstimmung. Denn wenn sich der Rat für das teurere Angebot entschieden hätte, hätte man ihm vorwerfen können, zu viel Geld auszugeben. "Nehmen wir das örtliche, heißt es, es wird gemauschelt", so Brehmer zum Schluss.