ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:59 Uhr

Lausitzer Seenland
Rat beklagt zu strenge Politessen

Wer an den Parkautomaten am Bärwalder See ordnungsgemäß sein Ticket zieht, braucht die Politessen nicht zu fürchten.
Wer an den Parkautomaten am Bärwalder See ordnungsgemäß sein Ticket zieht, braucht die Politessen nicht zu fürchten. FOTO: Joachim Rehle
Boxberg. Über den Umgangston der Ordnungskräfte am Bärwalder See wird  heiß diskutiert. Von Torsten Richter-Zippack

Was müssen sich Touristen von Politessen am Bärwalder See alles bieten lassen? Diese Frage ist im jüngsten Boxberger Gemeinderat diskutiert worden. Anlass bildet eine Anmerkung des Abgeordneten Thomas Vater (WV Bürgernähe) aus Klitten. Ihm wurde zugetragen, dass die Ordnungshüter mit den Parkgästen teilweise zu streng umgingen. „Da hat jemand sein Auto am Klittener Ufer abgestellt, um sein Boot beim Hafenmeister anzumelden. Kaum war er zurück, klemmte ein Strafzettel hinter dem Scheibenwischer. Zudem wurde die Familie vom Ordner angepöbelt, warum sie nicht sofort einen Parkschein gezogen hatte.“ Mehr noch: „Solch ein Umgang ist nicht gerade förderlich für den Tourismus, den wir doch alle haben wollen.“

Der Boxberger Hauptamtsleiter Arian Leffs erklärt, dass die Ordnungskräfte sich mit der jeweiligen Situation auseinandersetzen müssen, die sie gerade vorfänden. „Manchmal warten sie fünf oder zehn Minuten, aber es erscheint einfach niemand. Und dann wird natürlich gehandelt.“ Ansonsten sei es in Boxberg, und gerade rund um den Bärwalder See, üblich, dass die Politessen immer erst versuchen, mit dem Betroffenen ins Gespräch zu kommen.

Ein weiteres Problem seien die Leute, die ihre Fahrzeuge am oder im Wald parken. Betroffen sei insbesondere der Rittmeisterweg zwischen dem Bärwalder See und Klitten. Die Gemeinde Boxberg warnt eindringlich die Fahrzeugbesitzer, ihre Autos gerade bei den jetzigen höchsten Waldbrandwarnstufen in solch exponierten Bereichen abzustellen.

Nichtsdestotrotz könne die Behörde auch abschleppen. Dass nicht lange gefackelt wird, zeigt ein Beispiel vom jüngsten Festival am Bärwalder See, ebenfalls am Klittener Bereich. Dort hatten Autos die Rettungszufahrten zugestellt. „So gab es keine andere Wahl als abzuschleppen“, sagt Arian Leffs. Die Gemeinde habe die Möglichkeit, rund um den See abzustrafen. Der Hauptamtsleiter übernehme diese Tätigkeit manchmal sogar selbst, wie er im Gemeinderat verkündete.