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Ralf Brehmer: Die wichtigsten Vorhaben sind abgesteckt

Ralf Brehmer.
Ralf Brehmer. FOTO: Regina Weiß
Warum wollen Sie erneut Bürgermeister von Rietschen werden? Ich mache die Arbeit sehr gern. Es gibt jeden Tag neue Herausforderungen.

Die Verwaltung ist ein gutes Team und der Gemeinderat arbeitet sehr konstruktiv und zielorientiert.

Wenn Sie gewählt werden, was sind Ihre wichtigsten vier Vorhaben?
1. Die Erschließung der Gemeinde mit schnellem Internet. 2. Die Sanierung des Kinos. 3. Das Bahnhofsgebäude wieder in eine sinnvolle Nutzung bringen. 4. Der Erweiterungsbau für die Kita in Rietschen. 4+ Gemeinsam mit den Mitgliedern der Lausitzrunde die Region voranbringen. Zum Beispiel die Verlängerung der B 178n als Verbindung zwischen der A 4 und der A 13, aber auch die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Cottbus und Zittau

Was könnten Sie bei einer Wiederwahl besser machen?
Ich muss bei manchen Entscheidungen dem Gemeinderat mehr Zeit einräumen, um ausführlicher Dinge zu beraten.

Was sind die wichtigsten Aufgaben in den kommenden Jahren?
Die Gemeinde als Energiegemeinde weiter voranbringen. Zum Beispiel mit einer weiteren Dorfheizung auf Basis regenerativer Energien. Die weitere Entwicklung des Erlichthofes, die weitere Sanierung des kommunalen Wohnungsbestandes. Die Preise für Trinkwasser und Abwasser weiter stabil halten.

Wie wollen Sie diese Aufgaben lösen?
Gemeinsam mit dem Gemeinderat und den Bürgern und natürlich mit der Gemeindeverwaltung und mit guten externen Partnern.

Wie soll sich die Zusammenarbeit mit Kreba-Neudorf weiterentwickeln?
Indem wir als Verwaltung eine gute Arbeit für die Gemeinde Kreba-Neudorf machen. Ich glaube, da machen wir schon jetzt einiges mehr als den Dienst nach Vorschrift. Auch in der Vergangenheit haben wir Geld aus sehr komplizierten Förderprogrammen auch für Kreba-Neudorf abrufen können.

Was wollen Sie gegen die Abwanderung der Jugend unternehmen?
In diesem Punkt spielen die Freie Schule und ihre weitere Entwicklung eine wichtige Rolle. Wenn es uns gelingt, das berufliche Abitur in Rietschen anzubieten, werden wir die Jugend drei Jahre länger im Ort halten können. Auch in der Zeit der zunehmenden Knappheit von Arbeitnehmern ist es gut, dass diese Schule vor Ort ist. Ich kenne viele Absolventen, die eine Berufsausbildung in Rietschen oder in der unmittelbaren Region machen. Ein gewisser Weggang der Jugend ist leider nicht aufhaltbar. Wer ein bestimmtes Studium absolvieren möchte, muss in der Regel wegziehen. Bei diesen Jugendlichen hoffe ich, konnten wir ein gutes Heimatgefühl ausbilden, welches später vielleicht den Wunsch auf Rückkehr mit sich bringt.

Wo sehen Sie Rietschen am Ende Ihrer Amtszeit im Jahr 2024?
Als eine Gemeinde, in der junge und ältere Menschen gerne leben, wo die Einwohner in vielen Vereinen aktiv mit anderen Menschen ihre Freizeit verbringen können; eine Gemeinde, die einen großen Teil der notwendigen Energie für Strom und Wärme selbst vor Ort gewinnen kann.

Zum Thema:
Alter: 49Beruf: BMSR-Techniker, Diplom-Verwaltungswirt VWA, BürgermeisterIch trete an für: als Einzelbewerber (mit einem SPD-Parteibuch)Familienstand: verheiratetKinder: zwei Söhne, 17 und 19 Jahre.Hobby: Waldlauf mit meiner Frau, Fitnesscenter,In welchen Vereinen sind Sie? Förderverein Schrotholzhäuser, FC Stahl Rietschen (Fußball Alte Herren), Förderverein Freie Schule Rietschen (keine Vorstandsfunktion), Verein Kino Café Rietschen.Sie dürfen drei Leute zu einer Feier einladen - wen? Meine Frau und meine Kinder.Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen? "Unter Haien" von Nele Neuhaus, ich lese zur Entspannung gern Krimis. Twittern oder facebooken Sie? Ich facebooke.Urlaub - wo fahren Sie gern hin? In meinem letzten Urlaub war ich an der Ostsee und zurück ging es mit dem Rad auf dem Oder-Neiße-Radweg.Lieblingsessen? Rinderrouladen mit Rotkohl und Kartoffeln.Lieblingsplatz in der Lausitz? Meine Laufrunde im Wald bei Niederprauske.Geht ein Tag ohne Handy? Ja, aber wirklich nur einer.