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| 02:46 Uhr

Räumungsklage gegen Kinobetreiber wird angestrebt

Das Kino-Café in Rietschen ist in diesen Tagen nicht geöffnet. Helmut Fechner und Ingolf Schulz verwehren dem Verein den Zutritt.
Das Kino-Café in Rietschen ist in diesen Tagen nicht geöffnet. Helmut Fechner und Ingolf Schulz verwehren dem Verein den Zutritt. FOTO: ckx
Rietschen. "Ich habe ein ganz klares Interesse: Ich möchte, dass das Kino weiterhin betrieben wird", sagt Bürgermeister Ralf Brehmer (Freie Wähler). Ein tragfähiges Zukunftskonzept für das Rietschener Filmtheater sieht der Gemeindechef nur beim Verein, der sich 2014 gegründet hatte und seit 1. Januar dieses Jahres die Betreibung des Kinos übernommen hat. Christian Köhler

"Helmut Fechner und Ingolf Schulz haben viel für unser Kino geleistet", erkennt Ralf Brehmer an. Allerdings gehe es nicht, dass sie nun dem Verein den Zugang verwehren. Am Freitag nämlich schlossen sich Helmut Fechner und Ingolf Schulz, die bisher als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) das Kino betrieben, im Gebäude ein. Vereinsangehörige sowie der Bürgermeister, der ebenfalls Vereinsmitglied ist, erhielten keinen Zugang. "Uns bleibt nichts anderes übrig, als eine Räumungsklage anzustreben", so der Gemeindechef weiter. Immerhin gehöre das Objekt der Wohnungsgesellschaft Rietschen (WGR), die eine hundertprozentige Tochter der Gemeinde ist. "Bis eine solche Räumung durchgesetzt ist, können allerdings einige Monate ins Land gehen", sagt Ralf Brehmer. In so einem Fall müsste der Kinobetrieb ruhen. Das aber könne keiner wollen.

Helmut Fechner und Ingolf Schulz waren am Dienstag für die RUNDSCHAU nicht zu erreichen. Ihr Unternehmensberater Frank Schwarzkopf jedoch erklärte, dass sie inzwischen anwaltlich vertreten sind. "Ich hoffe immer noch, dass es zu keiner gerichtlichen Einigung kommt", sagt er. Gleichzeitig gibt er zu verstehen, dass "die Art und Weise, wie mit den beiden umgegangen wird, einfach unmöglich ist".