Vor der großen Strafkammer des Landgerichts Görlitz beginnt am 2. März der Prozess gegen einen 39 Jahre alten Kaufmann aus Niesky, einen 52 Jahre alten Mann aus Czarna und einen 38 Jahren Jahre alten Mann aus Sopot (beides Polen).

Die drei Angeklagten sowie ein weiterer gesondert verfolgter Beschuldigter aus Polen sollen sich im September 2016 entschlossen haben, sich durch Einbruchdiebstähle eine dauerhafte Einnahmequelle zu verschaffen, teilt das Landgericht in einer Pressemitteilung mit.

Hohe Bargeldsumme gestohlen

So sollen die polnischen Angeklagten im Herbst 2016 in das Haus eines ehemaligen Geschäftspartners des deutschen Angeklagten in Eibau eingedrungen sein und dort aus dem Tresor 118.000 Euro Bargeld entwendet haben. Die Zahlenkombination des Tresors sei dem deutschen Angeklagten aus der zurückliegenden Geschäftspartnerschaft bekannt gewesen. Alle drei hätten das Geld untereinander aufgeteilt.

Im Dezember 2016 seien die polnischen Angeklagten erneut in das Haus eingedrungen, um aus dem Tresor Bargeld zu entwenden. Der deutsche Angeklagte habe gewusst, dass der Geschädigte auf Geschäftsreise sei, und vermutet, dass sich im Tresor eine größere Menge Bargeld befinde, was allerdings nicht der Fall gewesen sei.

Stattdessen hätten sie – in Absprache mit dem deutschen Angeklagten – die Heckscheibe des auf dem Grundstück des Geschädigten abgestellten Pkw eingeschlagen und aus diesem zwei Aktenkoffer mitgenommen, in denen sich ein Laptop, ein i-Pad sowie ein Analysegerät im Gesamtwert von rund 25 000 Euro befanden.

Monolith und Schmuck geklaut

Ferner sollen die polnischen Angeklagten aus dem Haus des Geschädigten Anfang 2017 insgesamt 520 Kilogramm Monolith – ein Recyclingprodukt aus Kfz-Katalysatoren – im Gesamtwert von rund 30 000 Euro gestohlen haben. Auch diese Tat sei mit dem deutschen Angeklagten abgestimmt gewesen.

Daneben seien die polnischen Angeklagten in ein Wohnhaus in Lawalde eingedrungen. Von dort sollen sie hochwertigen Schmuck und Uhren der Marke Glashütte entwendet haben. Der deutsche Angeklagte habe gewusst, dass der Geschädigte auf Urlaubsreise gewesen sei. Alle Angeklagten hätten die Beute unter sich aufgeteilt.