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| 01:02 Uhr

Projektwoche der Landauer

Weißwasser.. Generatoren, Abraumbagger, Findlinge, Sehenswürdigkeiten aus Schokolade und viel mehr sahen 15 Landau-Gymnasiasten gemeinsam mit 15 tschechischen Schülern der Partnerschule aus Semily im Rahmen einer Projektwoche zum Thema „Berufs- und Arbeitsmarktorientierung im grenznahen Raum“ . Von Phillip Fuhrmann

Mit quietschenden Bremsen hielt am Bahnhof Weißwasser die Lausitzbahn und 15 völlig fremde tschechische Schüler stiegen aus, die nun für eine Woche unsere Weggefährten sein sollten. Sogleich wurden Namen ausgerufen und die Schüler ihren Gastfamilien zugeteilt. Im Gymnasium begrüßte uns nach einem stärkenden Mittagessen die Schulleiterin Andrea Herda.
Ein Vortrag über die Arbeitgeber in der Region gab einen Einstieg in das Projekt, eine Entdeckungsreise durch Weißwasser, bei der verschiedene Fragen zu lösen waren, einen ersten Einblick in die Region. Danach ging es schnell nach Hause, denn die Gastfamilien erwarteten ihre Besucher nach diesem ersten erlebnisreichen Tag. Am nächsten Tag besuchten wir das Kraftwerk in Boxberg, wo wir uns Werk IV ansahen. Wir besuchten die Blockwarte (Steuerzentrale), sahen uns den Generator an und hatten einen wunderbaren Blick vom Dach des Kesselhauses (in welches übrigens der Kölner Dom hineinpassen würde) über die umliegende Gegend. Während des Rundganges erhielten wir jede Menge interessante Informationen rund um das Kraftwerk. Nach dem Mittagessen verbrachten wir einen schönen Nachmittag im Findlingspark Nochten. Am Mittwoch brachte uns ein Bus in den Tagebau, wo wir neben einem interessanten Vortrag auch mal den Tagebau „von innen“ besichtigen durften. Am Nachmittag hatten wir viel Spaß bei einem Volleyballturnier, das unsere Lehrer veranstalteten. Der Donnerstag war für einen Besuch der praktischen Ausbildungsstätte des Kraftwerks vorgesehen. In zwei Gruppen geteilt besuchten wir abwechselnd die Werkstätten, in denen die Lehrlinge ausgebildet werden, und das firmeneigene Intranet. Beides brachte uns eine Fülle von Informationen über Ausbildung und Berufe bei Vattenfall Europe. Den Nachmittag konnten die Schüler mit ihren Gästen frei gestalten. Am Freitag brachen wir schon früh am Morgen nach Berlin auf. Frau Buschmann gab uns viele Informationen zu unserer Hauptstadt. In Berlin angekommen besichtigten wir einen Schokoladenladen, in dem die Gedächtniskirche, der Reichstag, und die Titanic aus Schokolade ausgestellt sind. Weiterhin besuchten wir den „Checkpoint Charly“ , den Potsdamer Platz sowie das Holocaustdenkmal.
Danach folgten wir der Einladung der Bundestagsabgeordneten Maria Michalk (CDU), die uns eine Führung durch das Reichstagsgebäude und eine Fragerunde mit einem ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiter ermöglichte. Voll von Eindrücken und Informationen brachen wir dann am Abend unsere Rückreise an. Leider hieß es schon am nächsten Tag Abschied nehmen von unseren neuen Freunden. Doch schon im nächsten Jahr werden wir uns wiedersehen, denn dann werden die Landauer Semily besuchen.
Wir danken unseren Lehrerinnen Frau Emmrich und Frau Frenzel, den beiden tschechischen Lehrerinnen, der Stiftung der deutschen Wirtschaft, der CDU-Bundestagsfraktion, den Mitarbeitern von Vattenfall Europe und weiteren Sponsoren.