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| 01:09 Uhr

Prinzessin Doreen und Prinz Olaf regieren in Rietschen

Rietschen.. Samstag war es endlich soweit – der große Rietschener Festumzug anlässlich der 50. Karnevalssaison startete vom Festplatz aus. Alle bis dahin ausgesprochenen Erwartungen wurden schnell über den Haufen geworfen. Von André Kurtas

So viele begeisterungsfähige Menschen hatte Rietschen nie zuvor erlebt. Tausende waren nach Rietschen gekommen, um den Zug zum „50.“ mitzuerleben. Elferräte aus Nachbarorten und der weiteren Umgebung entboten ihre närrischen Grüße. Mit Festwagen oder zu Fuß gaben sich die einzelnen Gruppen ein Stelldichein.
Zwei Stunden ging es durch den Ort, die Stimmung war einfach phantastisch. Prinz Olaf und Prinzessin Do reen ließ man hochleben. Bis zu ihrem Erscheinen wurden die Namen der neuen närrischen Hoheiten wie ein Staatsgeheimnis behandelt. Die Neugierde, wer es wohl zum diesjährigen Jubiläumskarneval sein wird, war riesengroß.
Bevor sich der große Karnevalsumzug in Bewegung setzte, wurde das Geheimnis gelüftet. Standesgemäß mit der Kutsche sollten die närrischen Hoheiten eintreffen, wurde verkündet. Eine Kutsche näherte sich, doch zur Überraschung des närrischen Volkes befanden sich in ihr „nur“ Hofnarr und Hofdame. Doch wo war denn nun das Rietschener Prinzenpaar? Für den Auftritt hatten sich die Jecken etwas ganz besonderes einfallen lassen. Prinz und Prinzessin fielen auf dem Festplatz praktisch vom Himmel.
Per Krangondel wurden sie „eingeflogen“ . In der 50. Saison regieren in Rietschen Prinzessin Doreen Adler (27) und Prinz Olaf Semmler (36).
In feierlicher Form übergab Bürgermeister Eberhardt Meier unter tosendem Beifall die Regentschaft, den Schlüssel für das Gemeindeamt und außerdem noch die gesamte Gemeindekasse. Spätestens bei der Öffnung stellte der Rietschener Karnevalspräsident Rudolf Nitschke fest, dass die Kommune gar nicht so arm ist, wie immer behauptet wird. Immerhin befanden sich darin 1000 Euro in klingenden Ein-Euro-Stücken. Die Vertreter der Gäste-Karnevalklubs ließen es sich nicht nehmen, den Jubilaren ebenfalls zu ihrem runden Jubiläum zu beglückwünschen und diverse Geschenke zu überreichen. „Jetzt brauchen wir für all die Präsente eine neue Vitrine“ , freute sich Rudolf Nitschke.
Ob das Rietschener Narrenvolk oder Freunde der fünften Jahreszeit aus den umliegenden Orten - alle hatten sich für den anschließenden Umzug lustige Sachen einfallen lassen. Recht farbenfroh und humorvoll ging es zu. Allein 24 große Festwagen nahmen am Umzug teil. Hinzu kamen auch noch jede Menge Fußgruppen.
Mit dabei auch „Weisswass“ , das Maskottchen zum Tag der Sachsen. Hier hatte Wolfgang Juretschk sein Bastelgeschick ausprobiert.
Die Teichaer Bürger erinnerten an das leidige Problem mit den Straßenamen im Ort und führten einen Festwagen mit der Aufschrift „Zum Wohle des Bürgers auch gegen seinen Willen“ mit. Natürlich fehlte auch das große RKC-Traumschiff nicht im Tross der fröhlichen Leute.
Nicht zu vergessen, die gute Betreuung der Teilnehmer und Gäste vom Straßenrand aus. Es war einfach toll. Sehr gern wurde bei den kalten Temperaturen auch die Bedienung des Zweirad-Centers Mallmann angenommen. Hier wurden den Umzugsteilnehmern wie an anderen Versorgungsstellen heißer Glühwein und andere Getränke gereicht. Die teilnehmenden Gäste-Karnevalklubs zeigten sich ebenfalls begeistert, wissend, wieviel Mühen hinter den Kulissen zu leisten waren, damit ein solches Vorhaben gelingt. Rietschen erlebte seinen 50. Karneval, der wohl kaum noch zu überbieten ist. Nach kurzer Ver schnaufpause ging es am Abend im Fema-Kulturhaus mit dem Jubiläums programm in die zweite Runde des Tages.