Die Stadt Hoyerswerda und die Gemeinde Spreetal sind „für langjährige besondere Aktivitäten in der Mittelstandsförderung“ durch den Regionalverband Oberlausitz des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) ausgezeichnet worden. „Wir würdigen in diesem Jahr Kommunen, die sich über Jahre hinweg mit einfallsreichen Projekten in unseren Wettbewerb eingebracht haben“ , erklärte Wilfried Rosenberg, der Vorsitzende des BVMW-Regionalverbandes Oberlausitz, am Dienstag in Bautzen. Die Preisträger des Wettbewerbs „Mittelstandsfreundlichste Kommune“ sind aus dem Kreis der Bewerbungen um den Mittelstandspreis 2006 ausgewählt worden.
„Diese Anerkennung ist die beste Standortwerbung für das Industrie- und Gewerbegebiet Schwarze Pumpe“ , sagt Spreetal-Bürgermeister Manfred Heine. Denn die Projektgruppe Schwarze Pumpe - ein Bündnis der Städte Spremberg und Hoyerswerda, der Gemeinde Spreetal und der großen in Pumpe ansässigen Unternehmen - habe dadurch „erstmals die Bedeutung des Wirtschaftsstandortes für die Region“ auch weiter bekannt machen können, so Heine.
„Natürlich waren auch wir im vergangenen Jahr angetreten, um den Mittelstandspreis 2006 zu gewinnen“ , blickt der Spreetaler Bürgermeister zurück auf die Bewerbung des Industrieparks. „Es hat nicht für ganz vorn gereicht, obwohl ich denke, dass wir die Besten waren“ , sagt Manfred Heine schmunzelnd.
„Wir pflegen engste Kontakte zu den am Standort ansässigen Unternehmen und sind Bindeglied zu den Behörden“ , klärt Manfred Heine über die wichtigste Aufgabe der Lenkungsgruppe auf. Der Spreetal-Bürgermeister zeigt sich auch ein wenig stolz darauf, dass die Präsentation des Bündnisses für den Industriestandort Schwarze Pumpe die regionalen Mittelstandsvertreter so tief beeindruckt habe, dass das kommunale Engagement nun nochmals ausgezeichnet wurde. „Das motiviert“ , sagt Heine. Denn es gebe noch viel zu tun, beispielsweise für eine ordentliche Verkehrsinfrastruktur. (KaWe/um)

Hintergrund Neuer Preis
 Künftig soll die Mittelstandsfreundlichkeit der Oberlausitzer Kommunen im Rahmen des am 1. September startenden Pilotprojektes „Mittelstandsfreundliche Oberlausitz“ gewürdigt werden. Dafür werde ein eigenes Gütesiegel entwickelt, teilt Wilfried Rosenberg, Vorsitzender des BVMW-Regionalverbandes Oberlausitz, mit. Neben Hoyerswerda und Spreetal sind am Dienstag auch Niesky, Bautzen, Obergurig, Großröhrsdorf und Sohland/Spree letztmalig mit dem alten Mittelstandspreis geehrt worden.