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| 20:42 Uhr

Herbstumfrage
Positive Konjunktur im Handwerk hält an

Die gute Lage in der Bau- und Immobilienbranche sorgt weiter für Hochstimmung im Handwerk. Das hat auch die jüngste Konjunkturumfrage der Handwerkskammer dresden ergeben. Auch für Fliesenleger gibt es derzeit prall gefüllte Auftragsbücher.
Die gute Lage in der Bau- und Immobilienbranche sorgt weiter für Hochstimmung im Handwerk. Das hat auch die jüngste Konjunkturumfrage der Handwerkskammer dresden ergeben. Auch für Fliesenleger gibt es derzeit prall gefüllte Auftragsbücher. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Görlitz/Bautzen. In Bautzen beurteilen 72 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut – so viele wie in keinem anderen Landkreis. In Görlitz berichten mehr als die Hälfte der Betriebe von 100 Prozent Auslastung.

Zufriedene Stimmung bei den Handwerkern in Ostsachsen: Sieben von zehn Betrieben im Landkreis Görlitz beurteilen ihre derzeitige Geschäftslage als gut. Fast jedes vierte Handwerksunternehmen (23,1 Prozent) berichtet von für die Jahreszeit überdurchschnittlichen Auftragsbeständen. Dies geht aus Zahlen der aktuellen Herbstkonjunkturumfrage der Handwerkskammer Dresden hervor.

Die Handwerker haben demnach alle Hände voll zu tun: Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (57,6 Prozent) gibt an, derzeit zu 100 Prozent ausgelastet zu sein. Eine Entwicklung, die sich auch bei der Zahl der Beschäftigten widerspiegelt. So berichten 18,5 Prozent der Handwerksbetriebe von steigenden Beschäftigtenzahlen.

Ein ganz ähnliches Ergebnis weist die Umfrage der Handwerkskammer für den Landkreis Bautzen aus: Auch hier verfügen die rund 4600 Handwerksbetriebe über gut gefüllte Auftragsbücher. 72 Prozent der Unternehmen beurteilen demnach ihre Geschäftslage als gut – so viele wie in keinem anderen Landkreis im Kammerbezirk Dresden. Sieben von zehn Unternehmern erwarten, dass diese Geschäftslage auch in Zukunft weiter anhält.

„Die Konjunktur im Handwerk brummt derzeit in der Region“, resümiert Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden. „Umso wichtiger ist es, dass insbesondere die Politik diese gute konjunkturelle Lage nutzt, um die Region mit ihren Handwerksbetrieben fit zu machen für die Zukunft. Insbesondere der angedachte Kohleausstieg darf nicht zu Lasten der Lausitz geschehen.“

Daher fordert das ostsächsische Handwerk die Politik auf, der demografischen Entwicklung im ländlichen Raum entgegenzutreten und ein lebenswertes Umfeld für junge Menschen und Familien zu garantieren. Dies gelinge unter anderem auch durch die Förderung der Innenstädte, damit die Ansiedlung auch für Handwerksbetriebe attraktiv ist.

Um den Gang in die unternehmerische Selbstständigkeit attraktiver zu gestalten und Unternehmensgründungen und -nachfolgen zu fördern, müssten entsprechende Förderprogramme beibehalten und ausgebaut werden, so Brzezinski.

Von herausragender und geradezu existenzieller Bedeutung für das Handwerk im ländlichen Raum sei die Infrastruktur. So sollten vorhandene ÖPNV-Strukturen aufrechterhalten und weiter ausgebaut werden. Zudem fordert die Handwerkskammer, dass ein sachsenweites Azubi-Ticket eingeführt und flächendeckend der Breitbandausbau forciert wird.

(cw)