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Polnische Kita-Kinder lernen deutsche Sprache

Über ihr "Abenteuer" Tanzstunden-Kurs schreiben die Klassen 9/1 und 9/2 der Bruno-Bürgel-Oberschule an der Lutherstraße in Weißwasser: Tanzstunde – "Äh, oh nein, das mach ich nicht". So dachten viele, als wir das Angebot, erhielten, das Frau Vogel und Frau Melchior, zwei Muttis, organisierten.

Wir haben mit unseren Eltern darüber nachgedacht und sie erzählten uns von ihrer Tanzstunde. Das überzeugte doch einige von uns und sie meldeten sich an.

So ging es im September der Tanzschule Weiße in Weißwasser los. Die ersten Schritte waren schwieriger als gedacht, aber Spaß war dabei. Schon bald freuten wir uns auf die montäglichen Stunden. Und ganz nebenbei haben wir uns auch einige, für viele nicht so alltägliche Umgangsnormen, angeeignet. Acht Wochen wurde fleißig geübt, bis der Abschlussball anstand. Schließlich wollten wir vor allem unseren Eltern zeigen, was wir gelernt hatten. In tollen Kleidern und Anzügen präsentierten wir stolz den Wiener Walzer und weitere Tänze. Ein toller Tag. So etwas können wir nur weiterempfehlen.

Der Schulförderverein der Bruno-Bürgel- Oberschule hatte 50 Prozent des Kurspreises übernommen. Wir hoffen, dass wir den Anstoß zu einer Tanzstundentradition für die 9. Klassen an unserer Schule gegeben haben. Wir jedenfalls könnten gleich weitermachen.

Würdiger Abschluss für Volkschor Eintracht

Über das Weihnachtskonzert des Volkschores Eintracht schreibt Vereinsmitglied Ramona Buttker:

Das Weihnachtskonzert des Gemischten Volkschores Eintracht Bad Muskau am Vorabend des dritten Advents im Kaffee König wurde zu einem würdigen Abschluss der diesjährigen Chorarbeit und einem wunderschönen Konzert für alle Beteiligten.

Die 30 Chorsängerinnen und Sänger, unter der Leitung von Björn Sobota, boten dem zahlreich erschienen Publikum weihnachtlichen Chorgesang und Rezitationen, die zum Nachdenken anregten. Das Konzert begann mit dem bekannten Weihnachtslied "Vorfreude schönste Freude" und endete mit dem Lied "Die Sterne der heiligen Nacht". Mit einem bunten Mix an weihnachtlichen Liedern zum Zuhören und Mitsingen wurde die Vorfreude auf die nahende Weihnacht geweckt. Für Höhepunkte und Abwechslung sorgten der Moderator Wilfried Grundmann und die beiden Rezitatorinnen Ingrid Prothmann und Renate Bender ebenso wie Franz Jurk am Keyboard.

Zum guten Gelingen dieses Freude spendenden Weihnachtskonzertes trug auch Chorleiter Björn Sobota bei. Er hatte sich als Solist von Udo Jürgens Titel "Ach Papi, geh doch heuer nicht auf die Weihnachtsfeier …" inspirieren lassen und trug ihn auf seine Art und Weise vor. Dieses kultige Liedchen beinhaltet, den von einem kleinen Knirps formulierten Wunsch, sein Vater möge dieses Jahr doch bitte auf die Teilnahme an der firmeninternen Weihnachtsfeier zugunsten der innerfamiliären Eintracht verzichten. Das Publikum dankte es mit riesigem Beifall.

Da auch dieses Konzert zeigte, dass man selbst gern singt oder mitsingt, steht die Tür zu unserem Chor offen. Wir können es nur jedem ans Herz legen: Die Stimme ist ein Spiegelbild unserer Seele, mit ihr reden, schreien, flüstern oder singen wir. Gesang kann andere verzaubern und berühren, ein Lied kann traurig oder fröhlich machen, Menschen zum Lachen oder Weinen bringen. Musik machen hält uns alle aber auch gesund und fit. Singen in unserem Chor bereitet jedem sehr viel Spaß und Freude. Man ist mit Gleichgesinnten zusammen. Chor bedeutet für uns Gemeinschaft und füreinander da zu sein. Vielleicht ein Vorschlag fürs neue Jahr: Machen Sie bei uns mit.

Polnische Kita-Kinder lernen deutsche Sprache

Über ein besonderes deutsch-polnisches Projekt, das in Bad Muskau und êknica läuft, schreibt Claudia Müller vom Turmvilla-Verein:

Seit Oktober 2012 wird eine Gruppe im städtischen Kindergarten in êknica zweisprachig betreut. Katja Strelow aus der Bad Muskauer Kita arbeitete bis Mai 2013 als deutschsprachige Erzieherin in der polnischen Partnereinrichtung. Seit Juni habe ich diese Aufgabe übernommen. Nach nun einem Jahr erfolgreicher Arbeit haben die Kinder beeindruckende Fortschritte im Erlernen der Nachbarsprache gemacht. Vor wenigen Tagen gaben sie ihren Eltern und der Öffentlichkeit einen Einblick darin, was sie mittlerweile schon alles in deutscher Sprache verstehen, singen, sprechen und spielen können. Vergleichbare Projekte gibt es in der deutsch-polnischen Grenzregion bisher kaum.

Die zweisprachige Betreuung als natürliche und effektivste Methode zum Spracherwerb wird durch Dr. Thomas Vogel von der Viadrina-Universität Frankfurt/Oder wissenschaftlich begleitet. Das Projekt ist Teil des Kita-Neubau-Vorhabens in Bad Muskau und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert. Es ist eingebunden in die verschiedenen Sprach- und Begegnungsprojekte beider Kitas in Bad Muskau und êknica.