Eine sowjetische Panzergranate aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Mittwoch, 6. Mai, um 17 Uhr auf den Gablenzer Feldern an der Räderschnitza planmäßig gesprengt worden. Das 127-Kilogramm-Geschoss mit einem Kaliber von 210 Millimetern wurde am Tag zuvor im Bereich der Jämlitzer Straße in Bad Muskau gefunden. Der Grundstücksbesitzer hatte sie bei Erdarbeiten frei gelegt.

Panzergranate wurde in der Nähe der Eiland-Kreuzung kontrolliert gesprengt

Es erfolgte zunächst eine Absicherung des Fundortes. Vor Ort entschied dann ein Sprengmeister, die sowjetische Fundmunition zu bergen und auf einem nahegelegenen Feld kontrolliert zu sprengen. Wegen des bewohnten Gebietes war laut Uwe Horbaschk, Leiter des Polizeireviers Weißwasser, so entschieden worden.

Die Polizei riegelte am späten Nachmittag das Gelände unweit der Eiland-Kreuzung in einem Radius von 500 Metern hermetisch ab, wobei es auch zu kurzzeitigen Straßensperrungen beispielsweise auf der B 115 kam. Zudem waren die Feuerwehren von Gablenz, Bad Muskau und Krauschwitz im Einsatz.

Ein mit Wasser gefüllter Tank milderte die Wucht der Detonation

Die Gablenzer Kameraden hatten per Schlauchleitung 8000 Liter Wasser zur Stelle der Sprengung gepumpt. Damit wurde ein Plastik-Tank befüllt, der über die Granate gelegt wurde, um die Wucht der Detonation zu mildern.

Als Punkt 17 Uhr eine dunkle Rauchsäule in die Höhe stieg, verfolgten Feuerwehrleute und Schaulustige die Sprengung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst aus sicherer Entfernung von der Eiland-Kreuzung aus.