Am Sonntagabend hat die Polizei ein Haus an der Schmelzstraße in Bad Muskau überprüft. Offenbar haben sich dort mehrere Personen aufgehalten, hieß es. Schon beim ersten Klingeln sind den Beamten des Weißwasseraner Reviers circa 20 bis 30 offenbar bulgarische Bürger entgegengekommen. Diese rannten davon. Im Hausflur trafen die Polizisten auf weitere 30 Personen mit Kleinkindern. Bei welchem Mieter sie waren, ist bislang unbekannt, informiert die Polizei. Die Beamten sind nicht in der Lage gewesen, die Identität der Personen festzustellen, da sich alle rasch entfernten.

Offener Brief von Bad Muskauer Bürgern

Im Sommer des vergangenen Jahres hatten sich bereits Bad Muskauer an das Rathaus in einem offenen Brief gewandt. In ihrem Schreiben ist von unerträglichen Zuständen die Rede, „die wir als ,alte’ Muskauer Gehalm-Einwohner nicht mehr so akzeptieren können“. Es wird um dringende Abhilfe gebeten. Bulgarische Familien – in den meisten Fällen sind es türkisch sprechende Roma aus der bulgarischen Stadt Sliwen – würden sich nicht an Recht und Gesetz halten. Das Schreiben hatte seinerzeit sowohl das Rathaus als auch die Wobau erhalten. Bürgermeister Thomas Krahl (CDU) hoffte seinerzeit auf die Polizei, die aus seiner Sicht viel öfter in Bad Muskau Präsenz zeigen müsste. Der Stadt und der Wobau selbst seien die Hände gebunden, hieß es.