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| 16:12 Uhr

Aus dem Polizeibericht
Polizei schaut im Grenzbereich genau hin

 Über 400 Beamte waren bei der Komplexkontrolle zwischen Bad Muskau und Zittau im Einsatz.
Über 400 Beamte waren bei der Komplexkontrolle zwischen Bad Muskau und Zittau im Einsatz. FOTO: dpa / Friso Gentsch
Görlitz. Bei einer Komplexkontrolle zwischen Bad Muskau und Zittau werden 1561 Personen kontrolliert und acht Strafverfahren eingeleitet.

Von 4 bis 14 Uhr haben am Donnerstag im Landkreis Görlitz Komplexkontrollen in der Nähe der Grenzübergänge zu Polen stattgefunden. Die Kontrollen erstreckten sich von Bad Muskau bis hin nach Zittau. Entlang der Bundesgrenze kamen Beamte der Polizeidirektion Görlitz und der Bereitschaftspolizei Sachsen sowie der Bundespolizei und des Zolls zum Einsatz, teilt die Pressestelle in Görlitz mit.

Ein Polizeihubschrauber sorgte für den Überblick, während auf festem Boden Teile der polizeilichen Reiterstaffel als auch mehrere Spürhunde die Beamten an den Kontrollstellen unterstützten.

In der genannten Zeit haben 417 Beamte entlang der deutsch-polnischen Grenze 997 Fahrzeuge und 1561 Personen unter die Lupe genommen. Hierbei eröffneten die Polizisten acht strafrechtliche Ermittlungsverfahren.

 Im Detail handelte es sich hierbei um vier Verdachtsmomente im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes, zwei hinsichtlich des Waffengesetzes sowie um ein Verfahren gemäß dem Straßenverkehrsgesetz. Überdies ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts einer Beleidigung. Ferner wurden 31 Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Daneben verzeichneten die Beamten insgesamt neun Fahndungstreffer im Zusammenhang mit Aufenthaltsermittlungen.

Auf dem Parkplatz Neiße an der BAB 4 in Richtung Polen herrschte geschäftiger Verkehr. In einem Kleinlastwagen erreichte ein 31-Jähriger die Kontrollstelle. Ein Drogenschnelltest legte kurz darauf den Verdacht nahe, der Mann könnte Amphetamine eingenommen haben. Gleiches widerfuhr einem 29-jährigen Pkw-Fahrer. Während die Fahrten ein jähes Ende fanden, leiteten die Polizisten Bußgeldverfahren ein. Einen 25-jährigen Autofahrer ereilte ein ähnliches Schicksal. Neben einem positiven Schnelltest, der auf die Einnahme von Amphetaminen hindeutete, fanden Polizeibeamte in seinem Gefährt einen Teleskopschlagstock und eine geringe Menge Marihuana.

Einem anderen Fahrzeugführer war die Kontrolle offenbar prinzipiell ein Dorn im Auge. Unwirsch rief er einem Beamten der Bundespolizei Beleidigungen entgegen, die das Eröffnen eines Strafverfahrens nach sich zogen. Über keine Fahrerlaubnis verfügte indes ein 23 Jahre alter Autofahrer. Die Ordnungshüter leiteten ein Ermittlungsverfahren ein und verboten ihm, seine Fahrt fortzusetzen.

An der Stadtbrücke in Görlitz bewegten die Ordnungshüter einen 49-Jährigen zum Anhalten seines Autos. Ein Drogenschnelltest legte auch in diesem Fall den Verdacht nahe, er könne Amphetamine eingenommen haben. Später deuteten auch voneinander unabhängige Schnelltests eines 37- und eines 31-Jährigen darauf hin, sie könnten unter dem Einfluss von Amphetaminen am Straßenverkehr teilgenommen haben. Die Beamten leiteten auch in diesen Fällen Bußgeldverfahren ein. Ein Einhandmesser steckte indes in der Kleidung eines 21 Jahre alten Fußgängers, der im Begriff war, die Stadtbrücke zu überqueren. Die Beamten stellten das Messer sicher und leiteten ein Bußgeldverfahren wegen des Verdachtes eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ein.

Während der Kontrolle an der S 127 in Krauschwitz geriet ein 59-Jähriger ins Visier der Polizisten. Der Mann trug ebenfalls ein Einhandmesser griffbereit bei sich. Ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wurde eröffnet.

(pm/rw)