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| 14:37 Uhr

Polizei stellt Gerüchte im Internet klar
Polizei: Es sind keine Kinderfänger unterwegs

Weißwasser. Gegen Gerüchte etwaiger „Kinderfänger“ in den Landkreisen Görlitz und Bautzen stellt die Polizei klar, dass die Hinweise unbegründet sind. Zudem sollten Nutzer zunächst die Polizei informieren, statt zuerst im Netz Posts abzusetzen.

Derzeit kursieren im Internet und in sozialen Netzwerken Beiträge zu mutmaßlichen „Kinderfängern“. Den Schilderungen nach sollen Männer in Städten und Gemeinden in den Landkreisen Bautzen und Görlitz Kinder angesprochen oder gar versucht haben, sie in ein Auto zu locken, teilt die Polizei mit. Sie stellt klar: In keinem der bislang geschilderten Fälle gab es Anzeichen dafür, dass sich die Sachverhalte tatsächlich zugetragen haben. „Der regelrechte Hype, der sich mittlerweile um diese vollkommen unbestätigten Gerüchte gebildet hat, führte sogar so weit, dass Schulen und Kindergärten Eltern mit offiziellen Mitteilungen über derartige Vorkommnisse informierten, obwohl sich tatsächlich nichts dergleichen zugetragen hat“, erklärt Polizeisprecher Thomas Knaup.

Auch in Weißwasseraner Facebook-Gruppen wird darüber diskutiert, weil hiesige Kitas solche Aushänge gemacht haben. Die Polizei sieht dies sehr ernst. Ermittler der Kriminalpolizei sind allen Hinweisen nachgegangen. „Schwierig ist dabei, dass selbst die Ermittler manche Meldungen erst aus den Medien oder dem Internet erfuhren, weil kaum einer der Mitteilenden daran dachte, die Polizei zu informieren“, so Knaup. Er appelliert: „Werte Eltern und Facebook-Nutzer, bei allem Verständnis für die Sorge um Ihre Kinder: Selbst wenn man Ihnen die besten Absichten unterstellen mag, so tragen Sie durch Ihr Verhalten nicht zu mehr Sicherheit, sondern in großem Maße zur unbegründeten Verunsicherung bei.“ Besser sei es, die Polizei zu informieren.