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| 19:54 Uhr

Polizei
Polizei entdeckt 18 illegal nach Deutschland gebrachte Katzen

Görlitz. Jungtiere spazierten auf der Ladefläche eines Autos. Die vorgeschriebenen Transportboxen fehlten. Jetzt ermittelt die Polizei gegen zwei Männer.

Offenbar haben zwei Männer aus Weißrussland (36, 38) gegen das Tierschutz- und Tierseuchenrecht verstoßen. Die beiden brachten mit ihren Fahrzeugen gemeinsam insgesamt 18 Katzen über die Grenze nach Deutschland.

Am Mittwoch ist bei Kodersdorf zunächst der Ford-Transporter des 38-Jährigen von Bundespolizisten kontrolliert worden. Dabei entdeckten die Beamten vier Katzenwelpen, die auf der Ladefläche des Fahrzeuges frei umher spazierten. Zwar hatte der Fahrer für Katzennahrung gesorgt und auch an eine Katzentoilette gedacht, eine vorgeschriebene Transportbox fehlte jedoch.

„Während der Kontrolle meldete sich plötzlich der 36-Jährige, der bis zu diesem Zeitpunkt im Hintergrund geblieben war. Er bot freizügig an, beim Übersetzen zu helfen“, so Michael Engler von der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf. Wie sich später herausstellte, transportierte auch er mit seinem Nissan Katzen – 13 Welpen und ein erwachsenes Tier. Auch in diesem Fall fehlten die Boxen.

Wegen tierschutzwidriger Transportbedingungen wurden alle Tiere in die Dienststelle gebracht. Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Görlitz wurde verständigt. Dieses ordnete die Quarantäne für die Katzen an. Gründe dafür waren unter anderem der nicht ordnungsgemäße Transport sowie nicht plausible seuchenrechtliche Papiere.

Der im Rhein-Sieg Kreis wohnende Fahrer des Nissan erklärte später, er wolle mit den Katzen möglicherweise eine Zucht aufbauen. Dass es tierschutz- und tierseuchenrechtliche Vorschriften gibt, die es bei der Einfuhr in die Europäische Union zu beachten gilt, wussten die Verdächtigen den eigenen Angaben nach angeblich nicht.

Gegen die beiden Männer wird nun ermittelt. Zudem musste der 36-Jährige eine Sicherheitsleistung von 1000 US-Dollar hinterlegen.

(red/dh)