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| 01:39 Uhr

Polen wollen Fachwissen

Die Ministerialbeamten informierten sich im entstehenden Lausitzer Seenland über den Stand der Sanierung (v. l.): Regierungsdirektor Dr. Stefan Kreil, Ministerialrat Dr. Bernd Veltrup, Ministerialdirigent Dr. Friedemann Tetsch, LMBV international-Geschäftsführer Michael Illing und LMBV-Pressesprecher Dr. Uwe Steinhuber.Die polnischen Wissenschaftler aus Krakau unternahmen auch einen Informationsbesuch an den wachsenden Ilse-See bei Großräschen.
Die Ministerialbeamten informierten sich im entstehenden Lausitzer Seenland über den Stand der Sanierung (v. l.): Regierungsdirektor Dr. Stefan Kreil, Ministerialrat Dr. Bernd Veltrup, Ministerialdirigent Dr. Friedemann Tetsch, LMBV international-Geschäftsführer Michael Illing und LMBV-Pressesprecher Dr. Uwe Steinhuber.Die polnischen Wissenschaftler aus Krakau unternahmen auch einen Informationsbesuch an den wachsenden Ilse-See bei Großräschen. FOTO: Fotos: Radke/LMBV
Gleich zweimal namhaften Arbeitsbesuch hatte in dieser Woche die LMBV. Über die Entwicklung in der Lausitz nach der Kohlezeit informierten sich eine Delegation der Berg- und Hüttenakademie Krakau (AGH) und des Bundes-Wirtschaftsministeriums. Der Bund ist einer der Hauptgeldgeber für die milliardenschwere Sanierung. Fotos: Radke/LMBV


Die polnischen Gäste weilten zu einem Erfahrungsaustausch in Senftenberg, informiert LMBV-Pressesprecher Dr. Uwe Steinhuber. Die neun Wissenschaftler von den Bergbaufakultäten unter Leitung von Prof. Dr. Zbigniew Kasztelewicz bekundeten großes Interesse an den Erfahrungen der LMBV beim Stilllegen, Sichern und Fluten tiefer Braunkohletagebaue. Die AGH Krakau und ihre Spezialisten untersuchen selbst Möglichkeiten für die Folgenutzung des Tagebaus Belchatów südlich von Lodz.
Die Gäste wurden vom Vorsitzenden der Geschäftsführung der LMBV, Dr. Mahmut Kuyumcu, am Sitz des Unternehmens begrüßt. Nach Vorträgen aus den Bereichen Planung und Geotechnik wurden Informationen zum Flutungskonzept Lausitz sowie zum erreichten Stand und zur Entwicklung der Bergbausanierung in der Lausitz ausgetauscht.
Im Ergebnis dessen wurde die LMBV gebeten, an einer speziellen Vortragsreihe an der AGH Krakau mitzuwirken bzw. diese mit zu entwickeln. „Auch die neue Tochterunternehmung LMBV international hat die Kontakte genutzt, um eine kommerzielle Zusammenarbeit bei Untersuchungen zur Stilllegung und Sanierung von Braunkohle-Bergbaubetrieben anzustoßen“ , so deren Geschäftsführer Michael llling nach den Gesprächen.
Die Gäste folgten anschließend der Einladung der LMBV zu einer Tour durch das Lausitzer Seenland. Dabei wurden auch wasserwirtschaftliche Anlagen für die Flutung und Wasserreinigung begutachtet. Die polnischen Professoren, Doktoren und Magister waren vor allem an Antworten zur Bewirtschaftung der Restlöcher, an möglichen Probleme im Zusammenhang mit der Flutung von tiefen Restlöchern, der dabei notwendigen Böschungsstabilität bei der Flutung sowie dem Einfluss der Flutungsdauer auf die Böschungsstabilität von Restlöchern und der entstehenden Wasserqualität in den Restlochseen, insbesondere in tiefen Restlochseen, interessiert. Hierzu könnte der wissenschaftliche Austausch in der Zukunft fortgesetzt werden. Die polnischen Gäste zeigten sich zum Abschluss sehr zufrieden über den ersten Erfahrungsaustausch mit den LMBV-Fachleuten.
Zu Gast bei der LMBV in der Lausitz war dieser Tage auch eine Delegation des Bundes-Wirtschaftsministeriums unter Leitung des Unterabteilungsleiters, Dr. Friedemann Tetsch. Die Bergbau-Verwaltungsgesellschaft informierte über den Stand bei der Bergbausanierung im Mitteldeutschen und Lausitzer Revier. Die Fachleute für sektorale Strukturfragen in den Neuen Bundesländern tauschten sich auch zur Know-how-Verwertung der Bergbausanierer durch die neue Tochtergesellschaft LMBV international aus.
Bei einer Tour durch das entstehende Lausitzer Seenland konnten die Ministerialbeamten einen persönlichen Eindruck von der wachsenden Seen- und Tourismuslandschaft gewinnen. Sie wurden vom Geschäftsführer der LMBV international GmbH, Michael Illing, und LMBV-Pressesprecher Dr. Uwe Steinhuber begleitet. (red/mf)